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Augsburg

09.12.2016

Fassaden-Sanierung am Rathaus wird teurer

Die Westfassade des Rathauses wurde im Sommer saniert. Das Projekt wurde deutlich teurer, als geplant.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Erneuerung der Westseite des Rathauses schlägt mit mehr als 400.000 Euro zu Buche. Das ist doppelt so viel wie zunächst geplant.

Die Sanierung der Rathaus-Fassade im Sommer hat statt der vorgesehenen 200.000 Euro in der Abrechnung um die 442.000 Euro gekostet. Hintergrund waren diverse Mehrkosten, die vorher nicht absehbar gewesen seien, so Baureferent Gerd Merkle (CSU).

Verfaulte Unterkonstruktionen

Unter anderem war die Zirbelnuss auf dem Giebel des Rathauses locker, was eine Voruntersuchung nicht ergeben hatte. Auch die Pyramiden an den Ecken der Balkone seien marode gewesen, weil die Unterkonstruktion aus Spanplatten und Holzbalken durch Wasser verfault war.

Maroder Fenster-Kitt

"Ohne Gerüst war eine Untersuchung nicht möglich", sagt Hochbauamtsleiter Günter Billenstein. Auch der Kitt an den Fenstern sei so marode gewesen, dass er komplett erneuert werden musste. "Wir haben mehr machen müssen, als wir ursprünglich wollten. Aber es hätte ja keinen Sinn gemacht, zu pfuschen, wenn man dann in zwei Jahren wieder hoch muss", sagt Merkle.

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Kosten werden umgeschichtet

Die Mehrkosten werden nun aufgefangen, indem das Geld, das für das neue Dach des Rathauses vorgesehen war, umgeschichtet wird. Die Stadt wollte das Ziegeldach durch ein historisch belegtes Kupferdach ersetzen. Für die anstehende Sanierung der Ostseite werde man die seine Lehren aus den Mehrausgaben ziehen, sagt Merkle. „Das wird allein schon teurer, weil es dort ein Stockwerk mehr gibt.“

Was wird aus den Schlieren?

Was die Schlieren an der Fassade nach der Sanierung betrifft, ist das städtische Hochbauamt noch nicht zufrieden. Die ausführende Firma macht geltend, dass die Farbe aufgrund der großen Hitze im Sommer zu schnell getrocknet sei, sodass Farbpigmente bei einem Schlagregen im September ausgewaschen wurden. Die Folge waren Schlieren, die laut Firma aber verschwinden sollen. Inzwischen sind die Schlieren am Rathaus zum Großteil verschwunden, wobei die Stadt darauf hinweist, dass sie das feuchtere Frühjahr abwarten will, um die Lage zu beurteilen.

Etwaige Rest-Schlieren will die Baufirma laut Hochbauamt im Frühjahr entfernen. Dies würde im Rahmen der Gewährleistung vom Autokran aus erfolgen, sodass der Stadt keine Kosten entstehen, sagt Merkle.

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