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Jubiläum

11.07.2019

Fest zum runden Geburtstag des Zwölf-Apostel-Platzes

Feierten 50 Jahre Zwölf-Apostel-Platz: (von links) Felix Rehm (Ausschank), Marina Kaminski, Frank Schubert und Kurt Hacker.
Bild: Annette Zoepf

1969 war hier in Hochzoll ein Einkaufszentrum entstanden. Die Bäckerei Schubert ist von Anfang an dabei

Zum 50-jährigen Bestehen des Zwölf-Apostel-Platzes wurde jetzt ein großes Fest gefeiert. Die Besucher erwarteten ein buntes Musikprogramm und viele kulinarische Leckerbissen. Für die Kleinen wurden Kinderschminken und ein Glücksrad angeboten. Auch die Geschäfte am Zwölf-Apostel-Platz beteiligten sich mit Sonderaktionen.

1969 war gegenüber der Kirche ein Einkaufszentrum entstanden, das bis heute als Nahversorger für Hochzoll-Süd eine wichtige Rolle spielt. Zuletzt war der Platz sichtlich in die Jahre gekommen und brauchte eine Sanierung. 2017, gerade rechtzeitig vor dem runden Geburtstag, begannen die Umbauarbeiten. Nun ist der Platz barrierefrei, mit Wasserspielen geschmückt und mit schattenspendenden Bäumen bestanden. Es gibt einen neuen Spielplatz und zahlreiche Sitzgelegenheiten. Der Wochenmarkt, der hier eine lange Tradition hat, ist zurückgekehrt und feierte mit speziellen Angeboten mit, und auch einen Lebensmittelmarkt wird es bald wieder geben. Nachdem Edeka ausgezogen ist, wird nun Rewe hier eine Filiale einrichten. Für die Kunden ist das sehr wichtig, denn sie müssten sonst zum Einkaufen von Lebensmitteln bis zur Friedberger Straße fahren.

Zu den ersten Geschäften auf dem Platz gehört die Bäckerei Schubert, die nun ebenfalls 50 Jahre alt wurde. Im Rahmen der Feierlichkeiten „50 Jahre Zwölf-Apostel-Platz“ der Interessengemeinschaft Zwölf-Apostelplatz läuft in der dortigen Filiale eine Ausstellung, die die Geschichte der Biobäckerei Schubert dokumentiert.

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Firmengründer Leopold Schubert stammte aus Schlesien, eröffnete 1955 in Augsburg ein erstes kleines Lebensmittelgeschäft und ergriff 1968 die Chance, in Hochzoll eine Bäckerei zu eröffnen. Er war gelernter Bäcker. Sein Sohn Heinz gehörte 1973 zu den ersten, die Bio-brot anboten. Die Biobäckerei wurde Demeter- und Bioland-Vertragsbäcker und eröffnete 1981 die erste Filiale, in der ausschließlich Bio- und Vollwertbackwaren geführt wurden. Das Unternehmen mit der erst 2013 neu eröffneten Produktion auf dem alten Schlachthof-Areal zählt heute mehr als 100 Mitarbeiter und beliefert viele Verkäufer in Südbayern.

Seit zehn Jahren führt Frank Schubert, der Enkel von Leopold, gemeinsam mit seiner Frau Janina den Betrieb. Bio allein reicht beiden nicht. Nachhaltigkeit oder Regionalität sind ihnen ebenso wichtig wie die Qualität der Produkte. Das Mehl für die Vollkornbackwaren wird ausschließlich in der eigenen Mühle gemahlen.

Die Bäckerei hat ein handgeschöpftes Roggenmischbrot entwickelt, das nach dem Gründer „Uropa Leopold“ benannt ist. Mit nassen Händen wird aus dem feuchten Teig ein passendes Stück herausgebrochen, in der Luft rundgewirkt und direkt in den Ofen geschoben. So verliert der Laib nicht seine Form und erstrahlt mit glänzender Kruste.

Jeden Tag eine andere Aktion gab es mehr als eine Woche lang in der Zwölf-Apostel-Apotheke. Hier konnte man seinen Blutdruck messen lassen oder sich an Gewinnspielen beteiligen. Am Montag, 22. Juli, kann man sich einen kostenlosen Vitamindrink schmecken lassen. Optikermeister Kurt Hacker, Vorsitzender der IG Zwölf-Apostel-Platz, erwartete ein gelungenes Fest. (AZ)

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