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30.04.2009

Festlicher Reigen auf einzigartiger Orgel

Lechhausen In der St.-Elisabeth-Kirche wurde in den vergangenen Monaten eine Orgel aufgebaut, wie man sie in Europa noch nie gesehen hat. Nicht nur das Design mit schräg stehenden Orgelpfeifen in bunten Farben und die religiösen Texte aus verschiedenen Glaubensrichtungen, die auf den sichtbaren Holzelementen prangen, weichen von dem sonst gewohnten Anblick einer Kirchenorgel ab. Auch ihr Klang ist von glockenklarer Reinheit.

Wie prachtvoll dieses Instrument klingt, brachte Professor Karl Maureen beim Eröffnungskonzert des Elisabether Orgelfrühlings zu Gehör. Er ist emeritierter Professor für Orgelliteraturspiel und Leiter des Fachbereichs Orgel- und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Augsburg. Maureen begeisterte die Zuhörer mit einer gelungenen Interpretation von Bachs Concerto G-Dur BWV 592.

Der symphonischen Orgelmusik gewidmet waren March, Meditation und Introduction and Toccata on "Lasst uns erfreuen" des britischen Komponisten Nicholas Choveaux und das Postcommunio des italienischen Komponisten Giovanni Morandi, ein Stück von italienischer Heiterkeit. Ähnlich heiter erklang das Allegretto des blinden britischen Komponisten William Woltenholme, getragen der Kanon E-Dur und der Kanon h-Moll von Robert Schumann. Mit der festlichen "Festive Toccata" von Denis Bédard schloss der 45-minütige Reigen.

Karl Maureen hinterließ auch in Augsburg seine Spuren. So zählt nicht nur Peter Bader, der Organist der Basilika St. Ulrich und Afra, sondern auch der Organist von St. Elisabeth, Bernhard Biberacher, zu seinen Schülern. So war es für Professor Karl Maureen eine besondere Freude, das neue "Werkzeug" seines ehemaligen Schülers zu sehen und zu testen. Und er lotete das Instrument in seiner vollen Pracht aus.

Mit drei weiteren Konzerten lockt der Elisabether Orgelfrühling 2009 nach Lechhausen. Am Sonntag, 10. Mai, gibt sich der Virtuose Willibald Guggenmos, Organist von St. Gallen, die Ehre, die neue Orgel zu bespielen, gefolgt von dem Augsburger Organisten Wolfgang Thoma und dem Trompeter Christoph Günzel am Donnerstag, 21. Mai. Für den krönenden Abschluss des diesjährigen Orgelfrühlings sorgen schließlich am Sonntag, 31. Mai, der Augsburger Organist Hans Norbert Bihlmaier sowie die Sopranistin Katerina Sokolová-Rauer und der Bass Stefan Sevenich.

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