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16.02.2018

Findet Vonn bei Olympia ihr Glück?

Postergirl auf Partnersuche: Lindsey Vonn hofft in Pyeongchang auf einen neuen Mann in ihrem Leben.
Bild: Lutz, dpa

Halbzeit Die US-Amerikanerin will in Südkorea nicht nur Gold gewinnen. Dahlmeier meidet dagegen das Rampenlicht. Was die zweite Woche für die Deutschen bringt

Pyeongchang Die Winterspiele in Südkorea gehen in ihre zweite Halbzeit und dafür hat sich Lindsey Vonn einen genauen Plan gemacht. Erst will sie bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme ihre zweite Medaille holen und dann einen Mann.

Zuerst kommt die sportliche Herausforderung. Wegen anhaltender Knieprobleme verzichtete die beste Skifahrerin aller Zeiten mit 81 Weltcupsiegen auf Einsätze in der ersten Woche. „Ich habe mich gegen den Riesenslalom entschieden, weil das nicht gut ist mit meinem Knie“, sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 auf ihrer Pressekonferenz in Pyeongchang. Vonn hatte mehrere Kreuzbandrisse und verpasste deswegen auch die Spiele vor vier Jahren in Sotschi. Im Super-G am heutigen Samstag, in der Abfahrt am Mittwoch und in der Kombination am Freitag will der blonde US-Star angreifen. Vonn, die liebend gerne in einer Männer-Abfahrt starten würde, ist als einzige Athletin auf den im Vergleich zu den Frauen härteren Männerski unterwegs. Wie es sich auf dem trockenen Kunstschnee in Südkorea fährt, will sie von ihren Freunden Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud erfahren. Die beiden norwegischen Altmeister haben die Bögen raus, wie sie mit Gold und Silber in der Abfahrt von Jeongseon unterstrichen.

Mit den beiden Norwegern ist die 33-Jährige seit Jahren befreundet und erhofft sich einen weiteren Freundschaftsdienst. Sie würde gerne von den beiden verkuppelt werden, wie sie vor hunderten Journalisten im Pressezentrum freimütig erzählte. „Ich hoffe, sie finden jetzt einen Mann für mich“, sagte die Amerikanerin und fügte mit ihrem smarten Lächen hinzu: „Nur Spaß, oder auch nicht...“. Die Speed-Spezialistin ist seit November Single und war vorher mit dem ehemaligen Footballspieler Kenan Smith liiert.

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Die Amerikanerin nutzt die Winterspiele offensiv zur Partnersuche und twitterte in dieser Woche: „So, heute ist also Valentinstag“, schrieb sie am Mittwoch. „Ich habe das fast vergessen, weil ich bei Olympia bin und Single. Sonst noch jemand da draußen Single und willens mein Valentine zu sein?“ Angebote dürften zuhauf eingegangen sein, aber zunächst einmal konzentriert sie sich aufs Skifahren.

Lindsey Vonn zelebriert jede Sekunde im Rampenlicht, Laura Dahlmeier ist das genaue Gegenteil. Sie will nicht im Mittelpunkt stehen. Fernseh-Kameras, TV-Interviews und Reporterfragen handelt die Garmischerin möglicht schnell ab. „Ich brauche das nicht“, sagt die überragende deutsche Skijägerin. Zumal das Biathlon-Programm auch in der zweiten Woche eine Herausforderung ist. Noch drei Starts stehen an: am Samstag das Massenstartrennen (12.15 Uhr/live in der ARD), am Dienstag die Mixed-Staffel und am Donnerstag die Frauen-Staffel.

Mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille zählt die siebenfache Weltmeisterin bereits zu den Stars der Spiele. Das historische Gold-Triple hat sie verpasst – noch. Sie hat drei Versuche, um zu den ganz Großen aufzuschließen. Dreimal Gold bei einem Olympia-Event waren zuvor nur dem Allgäuer Michael Greis 2006 in Turin und der Weißrussin Darja Domratschawa vor vier Jahren in Sotschi gelungen. Nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen ist noch besser. 2002 in Salt Lake City gewann er in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel Gold.

Die deutschen Männer, die mit dem Olympiasieg von Arnd Peiffer im Sprint und Bronze von Benedikt Doll in der Verfolgung stark begonnen haben, sind für weitere Überraschungen im Massenstart (Sonntag), der Mixed-Staffel (Dienstag) und der Staffel am Freitag gut.

Auch die Skispringer können die überragende deutsche Zwischenbilanz verbessern. Olympiasieger Andreas Wellinger oder auch Richard Freitag zählen am heutigen Samstag (13.30 Uhr/ARD) ebenso zu den Favoriten wie die deutsche Mannschaft am Montag im Teamspringen von der Großchance.

In der Nordischen Kombination von der Großschanze am Montag führt der Erfolg nur über Eric Frenzel, der auf der kleinen Anlage bereits triumphierte, und den Oberstdorfer Johannes Rydzek.

Schließlich sind die deutschen Bob-Piloten als Medaillenlieferanten eingeplant. Im Zweierbob (Entscheidung am Montag ab 12.15 Uhr) ist den drei Gefährten mit den Piloten Johannes Lochner, Franceso Friedrich und Nico Walther alles zuzutrauen. Den Schlusspunkt wollen am nächsten Sonntag (25. Februar) Lochner, Friedrich und Walther im Viererbob setzen und peilen eine Medaille an. Eines haben die Bob-Piloten mit Skistar Lindsey Vonn gemeinsam: Alle starten im hautengen Rennoverall. Wer die bessere Figur macht, steht schon vor der zweiten Olympiawoche fest.

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