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Augsburg

20.02.2019

Firnhaberstraße bekommt noch ein Studenten-Wohnheim

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An der Firnhaberstraße entstehen zwei neue Studentenwohnanlagen. Eingerüstet ist hier noch das Wohnheim der Hipp Wohnbau. Direkt dahinter entsteht ein weiteres großes Haus.
Bild: Fridtjof Atterdal

Die Straße liegt im „Goldenen Dreieck“ zwischen Universität, Berufsschule und Hochschule. Das macht den Standort für Studentenwohnheime attraktiv.

Die Firnhaberstraße bekommt ein weiteres Studentenwohnheim. Nachdem gerade das neue Wohnheim mit 91 Appartements der Hipp Wohnbau fertiggestellt wird, gibt es direkt nebenan Pläne für ein mehr als doppelt so großes Haus. Unter dem Titel „Studentenwohnheim an der Firnhaberstraße“ plant die Geba Haus- und Wohnungsbau GmbH 191 Studentenappartements, dazu kommt eine Tiefgarage mit 65 Plätzen, wie Architekt Rainer Fischer auf Anfrage bestätigt. Auf dem Gelände steht derzeit noch ein Gebäude der Bahn, das abgerissen wird.

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„Die Firnhaberstraße liegt quasi im ,Goldenen Dreieck‘ zwischen Universität, Berufsschule und Hochschule“ erklärt Fischer, warum gleich zwei Unternehmen dort Anlagen für Studenten bauen.

„Wir erwarten in Kürze die Baugenehmigung, dann könnte es im Sommer mit dem Bau losgehen“, so der Architekt. Nach wie vor sei das Interesse an Wohnraum für Studenten hoch, nicht nur aus genannten Augsburger Bildungsstätten komme die Nachfrage, sondern auch von Münchner Hochschülern, die von hier aus in die Landeshauptstadt pendeln. Das Haus an der Firnhaberstraße soll einen Betreiber bekommen, der die Anlage managt, die Appartements werden von der Geba Wohnbau gebaut und vertrieben. Projektentwickler ist die neu gegründete „Campus Firnhaberstraße“.

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Voll möblierte Einzelappartements

Die Appartements in dem sechsgeschossigen Gebäude sollen zwischen 20 und 40 Quadratmeter groß werden und alle eine Terrasse oder einen Balkon haben. „Es wird keine Wohngruppen geben, nur Einzelappartements“, so Fischer. Die Zimmer werden voll möbliert und mit einer Küchenzeile ausgestattet angeboten. Im Haus wird es einen Sozialraum und ein Fernsehzimmer geben, auf dem Dach können die Studenten auf der Dachterrasse „chillen“ oder Party machen. Einige der Zimmer werden behindertengerecht gebaut, das Haus wird über Aufzüge verfügen. Was die Studenten einmal an Miete bezahlen müssen, sei in diesem frühen Stadium der Planung noch nicht abzusehen, so Fischer.

Anwohner befürchten Parkplatznot

Im Vorfeld waren Befürchtungen der Anwohner laut geworden, ob die geplanten Parkplätze ausreichen werden, zumal nur wenige Meter entfernt noch eine Wohnanlage errichtet wird. In der Firnhaberstraße ist es schon jetzt schwierig, einen Parkplatz zu finden. Zumindest vonseiten der Studenten sei kein zusätzlicher Parkdruck zu befürchten, beruhigt Fischer. „Die Erfahrung aus anderen Objekten zeigt, dass heutzutage die Tiefgarage bei Studentenwohnheimen nicht mehr voll wird“, so der Architekt. „Bei der jungen Generation hat ein Umdenken stattgefunden, sie nutzt flexibel die öffentlichen Verkehrsmittel, Flixbus und Bahn.“ Und natürlich das Fahrrad. Aus diesem Grund bekommt das Haus einen großen Fahrradkeller mit 250 Stellplätzen. „Eventuell errichten wir auch eine Service-Station für Fahrräder, an denen die Studenten ihre Räder aufpumpen oder kleine Reparaturen erledigen können“, sagt der Architekt. Für die 65 Tiefgaragenplätze habe die Stadt bereits den neuen Parkschlüssel angelegt, nach dem auf drei Studentenwohnungen ein Parkplatz kommt; bisher teilten sich fünf Studenten einen Parkplatz.

Tiefgaragen von Studentenwohnheimen werden selten voll

Das bereits errichtete Wohnheim der Hipp Wohnbau hat eine Garage mit 16 Stellplätzen. Um Platz zu sparen, teilen sich die beiden Garagen eine Zufahrt. Ein Teil der Parkprobleme in der Firnhaberstraße rührte daher, dass die Anwohner ihre Fahrzeuge jahrelang „wild“ auf dem Grundstück abgestellt hätten, auf dem jetzt das Studentenwohnheim der Hipp Wohnbau steht. „Die mussten sich jetzt alle neue Parkplätze suchen“, weiß Fischer.

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