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Augsburg

14.06.2019

Flößerpark ist für Wasserschlachten gewappnet

Malerisches Terrain in Lechhausen: Mit Wasserläufen und Flößen statten die Landschaftsarchitekten Eger & Partner den dritten Bauabschnitt des Flößerparks aus. Zwischen Radetzkystraße und Lech entsteht der Wasserspielplatz, der Erholungssuchenden an Sommertagen mit Blick auf den Lech Abkühlung verschaffen soll. Auf der Asphaltfläche sind angedeutete Flöße zu sehen, auf denen später die „Wasserspritzkanonen“ installiert werden. Zur Gestaltung wird auf der Asphaltfläche zwischen den Flößen noch eine blaue Beschichtung im Wellenmuster aufgebracht, die von strapazierfähigem Kunstrasen eingefasst ist. Es geht voran: Friedrich Pimpl vom Grünamt und ausführender Landschaftsarchitekt Franz-Josef Eger (von links) gehen davon aus, dass der Wasserspielplatz im Flößerpark pünktlich Anfang August eröffnet werden kann.
Bild: Annette Zoepf

Grünamt und Landschaftsarchitekten kommen mit dem neuen Spielplatz wie geplant voran. Allerdings waren auch schon die ersten Zerstörer am Werk.

Der Rasenteppich für den Wasserspielplatz am Lechhauser Flößerpark war noch gar nicht vollständig verlegt, da war er schon mutwillig beschädigt. Der zuständige Mitarbeiter des Grünamtes, Friedrich Pimpl, wie auch Landschaftsarchitekt Franz-Josef Eger ärgern sich über so viel Ignoranz. Es muss irgendwann in der Nacht gewesen sein, dass Unbekannte auf die Idee kamen, ein wenig zu zündeln. Wie beide erzählen, habe man wohl schauen wollen, ob der Kunstrasen brennbar ist und ihn mit Zigarette oder Feuerzeug angesengt.

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„Natürlich ist das Material nicht brennbar“, versichert Pimpl, nach dessen Auskunft sich die Stadt den Lechhauser Wasserspielplatz im Flößerpark 800.000 Euro kosten lässt. Allein die Vorarbeit, also die Bodenuntersuchungen und -analysen, belaufen sich auf Kosten von 200.000 Euro. Die Dimensionen einer Beschädigung sollten daran aber abzulesen sein. Und wie Pimpl erklärt, schädigt ein „Zündler“ zunächst das ausführende Unternehmen, so lange die Anlage noch nicht fertig ist. Ist sie erst einmal bautechnisch „abgenommen“, sei die Stadt Augsburg für die entstehenden Reparaturkosten verantwortlich. Und letztlich schade sich ein Zerstörer – schließlich ist auch er ein Steuerzahler – damit nur wieder selbst.

Eine angenehm barfuß begehbare Verbindung

Derzeit laufen die Arbeiten im dritten Bauabschnitt des Flößerparks auf Hochtouren. Der Wasserspielplatz wird nach Ansicht von Franz-Josef Eger und den Mitarbeitern seines Büros „ein echtes Highlight“. Auch Friedrich Pimpl ist der Meinung, dass zwischen dem Ende der Radetzkystraße und dem Anfang der Schackstraße ein Kleinod der Naherholung geschaffen wird. Das Rondel mit dem Kunstrasen, das eine angenehm barfuß begehbare Verbindung zwischen Wasser und Kiesweg herstellen soll, sei stabiler als Naturrasen. Die Fachleute gehen davon aus, dass dieser die Belastung in Verbindung mit dem zu erwartenden Wasser aus den Spielgeräten kaum einen Tag lang aushalten würde.

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Aktuell kommen die Arbeiten laut Pimpl planmäßig voran, sodass er davon ausgehen kann, dass der Eröffnung Anfang August nichts mehr im Wege steht. Die Stützmauer im Hintergrund wurde bereits im März fertiggestellt und soll künftig als Kletterwand genutzt werden können. Bis Ende Juli werden noch die Klettergriffe an der Wand montiert, die Kletterern laut Pimpl verschiedene Schwierigkeitsgrade anbieten. Auch werden noch der Wasseranschluss und die restlichen Wasserspieleinrichtungen montiert.

Wasserlauf mit Stau- und Rinnenanlagen

Rechts und links der Wand wurden bereits Sitzstufen mit dem Rasenteppich belegt, sodass auch dort unter funktionalen Gesichtspunkten mit Blick auf den Gebirgsfluss Lech gerastet werden kann. Der geplante Wasserlauf mit Stau- und Rinnenanlagen werde in den nächste drei Wochen entstehen. Den genauen Termin zur Eröffnung des Spielplatzes will das Amt für Grünordnung entsprechend veröffentlichen.

Um den zu beobachtenden zerstörerischen Tendenzen im Umfeld beizukommen, können sich Grünamt und Architekten eine verstärkte Polizeipräsenz am Flößerpark in Lechhausen vorstellen. Noch ist das Gelände Baustelle und als solche für Begehungen ohnehin gesperrt.

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