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08.05.2015

Flüchtlinge:Hilfsprojekt in Gefahr

Unklare Zukunft für Beratungszentrum

Das Zentrum für interkulturelle Beratung (zib) ist ein bundesweites Pilotprojekt in der Flüchtlingsberatung. Jetzt ist es in Gefahr, denn die Finanzierung bricht weg. 2012 öffnete es seine Türen im Alten Straßenbahndepot am Senkelbach. Seitdem steigen die Zahlen der Besucher wegen der wachsenden Flüchtlingszahlen. 2014 gab es über 13000 Gespräche am „Help-Desk“.

Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten finden hier Antworten sowie Unterstützungsangebote. Am Help-Desk – sozusagen der Empfang im zib – werden Anliegen der Besucher erfasst und Ansprechpersonen ermittelt. Darüber hinaus werden Klienten auf Beratungstermine vorbereitet. Drei Teilzeitkräfte sind im Einsatz. Das Zentrum ist ein Projektverbund aus unterschiedlichen Trägern. Neben Tür an Tür sind das Diakonische Werk, die Caritas, das Rote Kreuz, die Volkshochschule und der Mesopotamien-Verein vertreten. Seit Kurzem gibt es dort auch ein Café.

Das Pilotprojekt, welches diese Angebote koordiniert, wurde aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gefördert und ist zum 1. April ausgelaufen. Eine Anschlussfinanzierung in Kooperation mit der Stadt ist beantragt, jedoch noch nicht entschieden. „Auch wenn wir von einer positiven Entscheidung ausgehen, werden die beantragten Mittel den Anstieg der Beratungsanfragen nicht decken“ sagt Tülay Ates-Brunner von Tür an Tür.

Deutschkurse sind sehr gefragt

Ähnlich stellt sich die Situation im Projekt „First Steps“ dar, welches Flüchtlinge und Asylbewerber unterstützt. Ein Angebot sind vor allem die ehrenamtlich organisierten Deutschkurse für Asylbewerber. Diese sind stark nachgefragt. Die weiteren Beratungsangebote im zib sind zunächst gesichert. (AZ, kru)

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