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Augsburg

28.06.2017

Flüchtlinge klettern am Hauptbahnhof aus Güterzug und begeben sich in Lebensgefahr

Neben der Polizei waren auch zahlreiche Fahrzeuge und Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.
2 Bilder
Neben der Polizei waren auch zahlreiche Fahrzeuge und Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort.
Bild: Annette Zoepf

Sieben Männer, die sich im Waggon versteckt hatten, steigen in Augsburg auf das Dach eines Zuges. Der Bahnhof wird zunächst gesperrt, denn ungefährlich ist die Situation nicht.

Der Zug hielt am Vormittag auf Gleis 5 im Hauptbahnhof. Es war ein Güterzug, der aus Österreich gekommen war, 15 Doppelwaggons lang. In einem von ihnen hielten sich blinde Passagiere auf, die offenbar auf diesem Wege über die Landesgrenze gekommen und nach ersten Erkenntnissen der Polizei möglicherweise auf dem Weg nach Baden-Württemberg waren. Sieben Flüchtlinge, die sich in dem Güterzug versteckt hatten. Als der Zug am Hauptbahnhof stehen geblieben war, kletterten sie aus einem Waggon hinaus, dessen Planendach sie vorher offenbar aufgeschnitten hatten.

Ungefährlich war die Situation nicht. Gegen 9.30 Uhr meldete die Deutsche Bahn, es befänden sich „Personen im Gleis“. Kurz zuvor hatte auch die Polizei die Meldung erhalten, dass sich Menschen auf einem Güterzug aufhalten sollten. Der komplette Bahnhof wurde zunächst gesperrt, eine halbe Stunde lang wurde er von keinem Zug angefahren, stattdessen warteten die Züge an anderen Bahnhöfen.

Ungefährlich war die Situation auch deshalb nicht, da die Flüchtlinge sich auf dem Waggon in der Nähe einer Oberleitung aufhielten, die entlang der Schienen verläuft. Nach Auskunft der Augsburger Feuerwehr bestand für die sieben Männer durch die Spannung in den Leitungen Lebensgefahr. Durch die Oberleitungen fließen 15 000 Volt, der Strom kann auf Menschen überspringen, wenn man sich nur auf einen Meter nähert; die Bahn stellte deshalb kurzfristig den Strom der Leitung ab. So starb vergangenen Jahr ein 15-jähriges Mädchen, das in Fürstenwalde/Spree in Brandenburg auf einen Güterzug geklettert war und durch einen Stromschlag aus einer Oberleitung tödlich getroffen wurde.

Die sieben Flüchtlinge blieben unverletzt. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot angerückt; alleine die Feuerwehr war mit sieben Einsatzfahrzeugen vor Ort. Einer der Flüchtlinge hatte einen Schwächeanfall erlitten und musste ärztlich versorgt werden, war nach Auskunft der Polizei aber kurze Zeit später wieder wohlauf. Zwei der Männer flüchteten in Richtung Innenstadt; die Polizei brachte die anderen fünf zur Dienststelle. Dort beantragten die Männer, die aus Kamerun, dem Kongo und aus der Elfenbeinküste stammen, Asyl. Sie kommen nun in Aufnahmeeinrichtungen in Augsburg und Donauwörth unter. Was aus den anderen beiden Flüchtlingen wurde, ist noch unklar. Ebenso die Frage, warum die sieben Männer in Augsburg aus dem Güterzug stiegen. Später wurde der Zug von der Polizei mit Wärmebildkameras durchleuchtet, die Feuerwehr unterstützte beim Öffnen und Kontrollieren der Waggons. Weitere Flüchtlinge waren allerdings wohl nicht an Bord.

Der Zugverkehr war phasenweise lahmgelegt. Gegen 10.13 Uhr meldete die Bahn, das die Sperrung des Bahnhofes teilweise aufgehoben wurde, gegen 11.20 Uhr wurde er komplett wieder freigegeben.

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.06.2017

Uns wird doch hier von bestimmten Usern immer erzählt, dass die von den "Seenot"-Taxis nach Italien gebrachten Afrikaner alle in Italien bleiben?

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29.06.2017

Ich möchte Sie noch mal herzlich bitten, Ihre Hetzerei endlich sein zu lassen.

Wenn Sie es auch nicht begreifen wollen, es gibt keine Seenot-Taxis. Immer wieder aufs Neue über ehrenamtliche Helfer herziehen, die sogar ihr eigenes Leben zur Rettung anderer einsetzen ist mehr als beschämend.

Menschen in Not waren und sind nicht aufzuhalten, da nützen weder Zäune noch Mauern etwas.

Es mag gut sein, dass Italien das Abkommen diese Bootsflüchtlinge aufzunehmen bricht, weil es von der EU im Stich gelassen wird. Selbst Deutschland nimmt vermutlich wegen den bevorstehenden Wahlen nicht mal den Anteil auf, den es versprochen hat.

"Flüchtlinge in Europa:

Deutschland erfüllt seine Ziele in der Asylpolitik nicht. Die Bundesrepublik übernimmt weit weniger Flüchtlinge aus Italien als versprochen. Auch die Zahl der Asylentscheidungen bleibt hinter den eigenen Zielen des Bamf zurück." Quelle: ZEIT ONLINE

Wie wäre es, wenn Sie sich etwas erkundigen, bevor Sie hetzerische Beiträge schreiben.

Schönen Tag noch

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29.06.2017

(persönliche Angriffe/edit/Diskutieren Sie bitte sachlich!)

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29.06.2017

Es war ein Güterzug, der aus Österreich gekommen war, 15 Doppelwaggons lang. In einem von ihnen hielten sich blinde Passagiere auf, die offenbar auf diesem Wege über die Landesgrenze gekommen und nach ersten Erkenntnissen der Polizei möglicherweise auf dem Weg nach Baden-Württemberg waren.

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Aus Österreich muss man schon flüchten - Hunger, Verfolgung und Bürgerkrieg !

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Und in Bayern möchte man auch nicht Asyl beantragen, sondern strebt wegen der besseren "Bleibeperspektive" lieber in ein Bundesland mit grün geführter Regierung.

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Wie sagte damals die österreichische Innenministerin Mikl-Leitner - „Das ist keine Schutzsuche, sondern Asyloptimierung“

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29.06.2017

Weil gerade mal ein paar Flüchtlinge auf einem Güterzug über Österreich nach München kommen, haben Sie nichts weiteres als Spott übrig. Gehts noch?

Es mag gut sein, dass diese Menschen schon sehr viel Leid und eine lebensgefährliche Reise durch halb Afrika, lebensgefährliche Bootsüberfahrt nach Italien, eine weitere lebensgefährliche Reise mit Güterzügen bis München überstanden haben.

Man muss schon sehr abgebrüht sein um dann solche Worte wie Sie zu finden.

Im Übrigen findet Asyloptimierung nur in Ihrer Fantasie statt. In der Realität findet sich dies schon lange nicht mehr.

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30.06.2017

Im Übrigen findet Asyloptimierung nur in Ihrer Fantasie statt. In der Realität findet sich dies schon lange nicht mehr.

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Jeden Tag optimieren Flüchtlinge innerhalb der EU nach Deutschland.

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Es lohnt sich wegen der sehr guten Sozialleistungen - fast jeder darf bleiben - das Risiko einer Abschiebung ist verschwindend gering.

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https://www.welt.de/politik/deutschland/article164065985/Warum-Deutschland-so-wenige-Fluechtlinge-in-EU-Staaten-abschiebt.html

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30.06.2017

In diesem Thread geht es darum, dass sich sieben Flüchtlinge in Lebensgefahr auf dem Hauptbahnhof in Augsburg brachten.

Mit Abschiebungen von Flüchtlinge hat es doch überhaupt nichts zu tun?

"Jeden Tag optimieren Flüchtlinge innerhalb der EU nach Deutschland."

Auch das scheint leider nur in Ihrer Fantasie vorzukommen, denn Deutschland nimmt weniger Flüchtlinge aus Italien auf als ursprünglich geplant. Siehe auch hier:

"Die Bundesrepublik übernimmt weit weniger Flüchtlinge aus Italien als versprochen." Quelle: ZEITONLINE

"Es lohnt sich wegen der sehr guten Sozialleistungen"

Seriöse Studien belegen längst dass Ihr Argument nicht zutrifft.

Selbst BAMF sieht das anders:

"Der Wohlfahrtstaat spielt laut BAMF kaum eine Rolle. Ein Motiv, das häufig hinter dem Andrang nach Deutschland vermutet wird, spielt laut der Untersuchung des BAMF hingegen nur eine untergeordnete Rolle: finanzielle Hilfen. Das Konzept des Wohlfahrtsstaats sei den meisten Flüchtlingen fremd, Asylpolitik und flüchtlingspolitische Regelungen beeinflussten nur eingeschränkt, für welches Zielland sich Asylsuchende entscheiden, so das Bundesamt."

"Aus Österreich muss man schon flüchten - Hunger, Verfolgung und Bürgerkrieg!"

Weshalb Sie wegen den wenigen Flüchtlingen, die noch nach Deutschland kommen in hysterische Panik verfallen, ist nicht nachvollziehbar.

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29.06.2017

Und in Bayern möchte man auch nicht Asyl beantragen, sondern strebt wegen der besseren "Bleibeperspektive" lieber in ein Bundesland mit grün geführter Regierung.

An deren Stelle hätte ich mir auch ein Land ausgesucht, das z. B. rotgrün oder grünschwarz regiert ist und nicht Bayern, wo rechtsbraune Hetze an der Tagesordnung ist und Gammelfleisch, Mäusedreck und Schaben gegessen werden.

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30.06.2017

Für die Täter von Köln, Drogendealer und Gotteskrieger ist Bayern halt eher ein schlechtes Pflaster - was in Bayern wirklich "droht" ist vorallem ein Arbeitsplatz aber natürlich auch ein marginal höheres Abschieberisiko für Wirtschaftsflüchtlinge die sich als Schutzsuchende ausgeben.

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Im übrigen könnte man Ihre Darstellung von Bayern als sachlich nicht begründbare Hetze betrachten.

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30.06.2017

Im übrigen könnte man Ihre Darstellung von Bayern als sachlich nicht begründbare Hetze betrachten.

Sachlich nicht begründbar ist auch Ihre Hetze gegen das grün bestens regierte BW.

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30.06.2017

"Im übrigen könnte man Ihre Darstellung von Bayern als sachlich nicht begründbare Hetze betrachten."

Nun, es wird kein vernünftiger Mensch auf diese Idee kommen.

Im Übrigen scheint es gerade in Bayern viele Drogendealer zu geben, siehe auch die außergewöhnlichen hohe Anzahl von Drogentoten in Bayern.

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01.07.2017

Leiber Peter P. jetzt lassen Sie doch mal die Kirche im Dorf. Es ist kaum zu fassen, weil Sie immer wieder vom Thema abweichen.

Weder die Zahl der Straftaten von Flüchtlingen, noch Asylbewerber bei Rauschgiftdelikten und Diebstählen haben mit dem ursprünglichen Thema etwas zu tun.

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28.06.2017

Fahrgäste, die in Zügen mit Halt in Augsburgreisen möchten, müssen daher am Dienstagvormittag mit Verspätungen rechnen...Menschen auf den Gleisen: Augsburger Hauptbahnhof gesperrt...

Also heute ist ein Mittwoch.

Ist es der Bahn eigentlich nicht mehr möglich, die Leute von den Schienen zu holen, statt den ganzen Bahnhof zu sperren?

Manchmal glaub ichs ja nicht mehr!

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