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Augsburg

26.09.2020

Flüchtlingsunterkünfte kämpfen mit Corona-Infektionen

Das Anker-Verwaltungszentrum ist in Lechhausen.
Foto: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Plus Zwei Einrichtungen in Augsburg standen zuletzt unter Quarantäne. Die Lage entspannt sich nun langsam wieder. Auch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurden infiziert.

Die Corona-Pandemie traf zuletzt auch Asylunterkünfte im Stadtgebiet Augsburg. Von der Quarantäne in den beiden staatlichen Flüchtlingseinrichtungen in der Aindlinger Straße und der Steinernen Furt waren mehr als 140 Personen betroffen. Dies war der Stand vom 11. September. Zwischenzeitlich hat sich die Situation entspannt. Ein Teil der Personen hat die Quarantäne verlassen. Allerdings ist nun auch bekannt geworden, dass Sicherheitskräfte mit Corona infiziert sind.

Im Ankerzentrum Augsburg wird die Quarantäne verlängert

Zuständig für die Betreuung der Flüchtlinge ist die Regierung von Schwaben. Auf Anfrage unserer Redaktion hieß es am Freitag: "Die Unterkunft in der Steinernen Furt ist seit vergangenen Dienstag wieder quarantänefrei." Alle dort untergebrachten Bewohner seien in andere Unterkünfte verlegt worden. Für das Behördenzentrum in der Aindlinger Straße hat die Stadt Augsburg die Quarantäneanordnung allerdings bis einschließlich 27. September verlängert. Bei einer vor wenigen Tagen durchgeführten Corona-Reihentestung konnte kein positiver Fall mehr festgestellt werden. "Sollten die am Freitag erneut bei den 42 Bewohnern durchgeführten Abstriche dieses Ergebnis bestätigen, gehen wir von einem Quarantäneende zum Beginn der neuen Woche aus", sagte eine Sprecherin der Regierung von Schwaben.

Auch im Kobelweg sei am Freitag ein gesamtes Stockwerk der dort untergebrachten Kontaktpersonen aus der Quarantäne entlassen werden. Für die restlichen in einem anderen Stockwerk untergebrachten 27 Kontaktpersonen endet die Quarantäne aufgrund der 14-Tages-Frist jedoch erst am 5. Oktober.

Corona: Die zuständige Behörde zieht eine Zwischenbilanz

Die Regierung von Schwaben zog am Freitag eine Zwischenbilanz: Bislang haben sich insgesamt 22 Asylbewerber und drei Sicherheitsmitarbeiter mit dem Corona-Virus angesteckt. Alle infizierten Bewohner wurden in die Quarantäne-Einrichtung in Inningen verlegt, zehn von ihnen sind inzwischen wieder genesen. Die betroffenen Sicherheitsmitarbeiter wurden einschließlich ihrer Kontaktpersonen umgehend von ihren Posten abgezogen und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die beauftragte Sicherheitsfirma hat Ersatzpersonal bereitgestellt.

Für das Ankerzentrum in der Aindlinger Straße gilt noch bis zum 27. September ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. Daher sind hier zuletzt keine neuen Flüchtlinge aufgenommen worden, heißt es bei der Regierung von Schwaben.

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