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Bildung

13.12.2013

Forscher der Uni Augsburg drängen an die Fördertöpfe

Vom Erfolg überzeugt: Verleger Hubert Burda, Hubertus Fürst Fugger-Babenhausen, Unipräsidentin Sabine Doering-Manteuffel, Maria Elisabeth Gräfin Thun-Fugger, und Alexander Graf Fugger-Babanhausen beim Festakt.
Bild: Annette Zoepf

Die Uni Augsburg macht die Geisteswissenschaften derzeit fit für internationale Konkurrenz.

Wirbelstürme, Hochwasser, Dürre: Fast täglich wird über den Klimawandel und seine Folgen berichtet. Mal geht es in Zeitungen, Radio, Fernsehen oder Internet um tragische menschliche Schicksale, mal um nüchterne Analysen. Eine Wissenschaftlerin der Universität Augsburg geht nun der Frage nach, welche Rolle die Medien dabei spielen, wie Menschen das weltweite Problem des Klimawandels wahrnehmen und einschätzen. Möglich wird das Projekt durch ein neues zentrales Forschungsinstitut – das Jakob-Fugger-Zentrum.

Augsburg ist eine der am schnellsten wachsenden Unis in Bayern

Mit über 19 000 Studenten ist die Uni Augsburg eine der am schnellsten wachsenden Hochschulen in Bayern. Jetzt will sie sich auch in der Forschung noch stärker profilieren und wissenschaftlich international mitmischen. „Exzellente Forschung ist die vornehmste Aufgabe und größtes Abenteuer der Universität“, sagt Präsidentin Sabine Doering-Manteuffel.

Eine ganz wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Forschung sind Fördermittel. Bei den Augsburger Naturwissenschaftlern klappt es bereits gut mit dem Einwerben sogenannter Drittmittel. Nun werden auch die Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften fit gemacht für den harten Kampf um Futtertröge der Wissenschaft. Im neuen Jakob-Fugger-Zentrum, das am Mittwochabend eröffnet wurde, werden die Voraussetzungen dafür geschaffen.

Fugger-Zentrum soll zum Netzwerken dienen

Dort sollen sich Wissenschaftler der drei genannten Disziplinen besser vernetzen und gemeinsam erfolgversprechende Forschungsprojekte auf die Beine stellen. Sie bekommen dort auch die nötige Zeit, innovative Ideen zu entwickeln und Förderanträge vorzubereiten. Derzeit gibt es drei dieser „Fellowships“ in Augsburg. Wie mühsam und zeitraubend das Werben um Drittmittel sein kann, beschreibt Professor Freimut Löser. „Bevor man gefördert wird, wird man gefordert.“ Deshalb habe man im neuen Jakob-Fugger-Zentrum nun auch die „Forschungsförderungsschulbank“ gedrückt. Eine Frage war, was demnächst vom Europäischen Programm „Horizont“ zu erwarten ist.

Jakob-Fugger-Zentrum soll sich mit gesellschaftlichen Fragen beschäftigen

Die Familie Fugger glaubt an das neue Jakob-Fugger-Zentrum der Universität. Deshalb stimmte sie der Namensgebung zu. Auch Verleger Hubert Burda, Festredner der Eröffnung, sieht es auf einem guten Weg. Das Forschungskolleg soll sich mit zentralen Fragen von Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer global vernetzten Gesellschaft beschäftigen. Burda zog geschichtliche Parallelen: Kaufmann Jakob Fugger sei um 1500 genial gewesen im Erkennen neuer Entwicklungen und Weltbilder. Diese Aufgabe komme heute den Geisteswissenschaften zu.

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