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Augsburg

06.06.2020

Freibäder in Augsburg öffnen: Was Besucher beachten sollten

Dicht gedrängt tummelten sich die Badegäste im Familienbad am Plärrer in Zeiten vor Corona. In dieser Saison gilt: Abstand halten.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Plus Am Montag startet die Saison im Fribbe und im Bärenkeller-Bad. Aufgrund des Coronavirus müssen viele Auflagen eingehalten werden. Wie das funktioniert.

Über zwei Monate konnten die Augsburger aufgrund der Corona-Pandemie weder Hallen- noch Freibäder nutzen. Am Montag hat das lange Warten ein Ende: Die Stadt startet mit dem Fribbe und dem Bärenkeller Bad in die Freibadsaison. Besucher müssen sich aber auch hier auf zahlreiche Regeln und Einschränkungen einstellen. Eine davon: Wer ein Bad besuchen will, muss sich zuvor online registrieren lassen.

Öffnung: Die Bäder werden nach und nach in den kommenden Wochen eröffnet. Nach dem Fribbe im Spickel und dem Bärenkeller Bad können die Augsburger ab Montag, 15. Juni, das Lechhauser Freibad und ab Montag, 22. Juni, das Familienbad nutzen. Das sind die wichtigsten Auflagen und Vorschriften.

Freibäder in Augsburg: Besucher müssen sich online registrieren

Eintritt: Besucher der Freibäder müssen sich künftig für ihren Besuch im Internet unter der Adresse: www.augsburg.de/freibad registrieren. Dies ist bis zu drei Tagen im Voraus für maximal sechs Personen möglich. Eine telefonische Reservierung gibt es nach Angaben der Stadt nicht. Wer über keinen Internetzugang verfügt und auch sonst keine Personen kennt, die online gehen können, kann sich in der Bürgerinformation am Rathausplatz für einen Bäderbesuch registrieren lassen. Badegäste erhalten per Mail eine Reservierungsbestätigung, die sie ausgedruckt oder digital auf beispielsweise einem Smartphone an der Kasse vorzeigen müssen. Anschließend erhalten sie gegen Bezahlung ihre Eintrittskarte.

Die Eintrittspreise wurden angepasst: Erwachsene bezahlen drei Euro, Jugendliche ab sieben Jahren sowie ermäßigte Karten zwei Euro, Kinder unter sieben Jahre 50 Cent. Ein Familienticket kostet sechs Euro. Besucher sollen das Eintrittsgeld passend an der Kasse bereithalten – auch um Warteschlangen zu vermeiden. Online-Reservierungen können wieder storniert werden. Spontane Reservierungen sind möglich – sofern das Kontingent für die gebuchte Badezeit nicht ausgeschöpft ist.

Badezeit: Die Stadt muss aufgrund der Hygienevorschriften und Abstandsregelungen das Besucheraufkommen steuern: Pro Badezeit ist je nach Größe von Bad und Wasserbecken nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern erlaubt. Das gelöste Ticket gilt maximal für den gebuchten Zeitraum. Das bedeutet, dass im Freibad Lechhausen ein Aufenthalt von 10-13 Uhr (Badezeit 1) und von 14-19 Uhr (Badezeit 2) gebucht werden kann.

In den anderen Freibädern sind es drei Schichten: 9-12 Uhr (Badezeit 1), 13-17 Uhr (Badezeit 2) und 18-20 Uhr (Badezeit 3). Im Familienbad beginnt Badezeit 1 jeweils donnerstags für die Frühschwimmer bereits um 7 Uhr. Gleiches gilt dienstags fürs Bärenkeller Bad. Mehrere Badezeiten hintereinander können nicht gebucht werden. Zwischen den einzelnen Badezeiten sind die Bäder ohnehin für Putzarbeiten und Desinfektionsmaßnahmen eine Stunde geschlossen. Innerhalb des gebuchten Zeitraums können Badegäste jedoch jederzeit ihren Aufenthalt beginnen.

Sperrungen: Während die Toilettenanlagen in den Bädern geöffnet sind, bleiben Duschräume und Umkleiden wie auch Plätze für Mannschaftssportarten – etwa für Beachvolleyball – geschlossen. Die Stadt weißt darauf hin, dass sich das mit Lockerungen des Infektionsschutzgesetzes ändern kann.

Die Freibad-Saison 2020 wird eine besondere - mit Mundschutz, Abstandsregeln und Online-Reservierungen. Worauf sich die Augsburger einstellen müssen, erklärt die Leiterin der Bäderamtes Ulrike Greiffenberg im Video.
Video: Ida König

Maskenpflicht/Abstand: Im Eingangsbereich als auch in den WC-Anlagen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Auf den Liegewiesen und im Becken ist eine Maske jedoch nicht erforderlich. Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Badegästen muss laut Mitteilung der Stadt eingehalten werden. Menschenansammlungen und Gruppenbildungen sollen vermieden werden. Das Bäderpersonal werde auf die Einhaltung der Regeln besonderes Augenmerk haben.

Gastronomie: Mit der Öffnung der Freibäder können auch die jeweiligen Gastronomien wieder eröffnen. Franz Fischer bereitet sich bereits auf die Öffnung des Familienbades in zwei Wochen vor. „Terrasse, Kiosk und Sonnendeck werden dann für die Versorgung der Badegäste geöffnet sein. Natürlich gelten dann auch die typischen Hygienevorschriften“, sagt Franz Fischer. Derzeit tüftelt er am Programm für das Open-Air-Kino im Plärrerbad. Ende Juni sollen dort die ersten Filme gezeigt werden.

Das Naturfreibad in Haunstetten ist nur für Mitglieder geöffnet

Ausnahme: Das Naturfreibad in Haunstetten ist ebenfalls ab Montag, 8. Juni, geöffnet. Allerdings möchte der gemeinnützige Verein die Besucher in den ersten Tagen auf Mitglieder beschränken. Aus diesem Grund ist der Zugang nur über das Drehkreuz auf der Ostseite möglich. Im Bad gelten ebenfalls besondere Regeln und Vorschriften.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Freibad: Es wird ein kompliziertes Vergnügen in Augsburg

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