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Augsburg

15.07.2019

"Fridays for Future" fordert günstigeren Nahverkehr in Augsburg

Die "Fridays for Future"-Demonstrationen in Augsburg zeigen Wirkung. Am Montag diskutiert der Umweltausschuss über die Forderungen.
Bild: Michael Hochgemuth (Archiv)

Bis zum Ende der Sommerferien wollen Mitglieder der "Fridays for Future"-Bewegung in Augsburg ihre Forderungen veröffentlichen. Das soll mit aufgenommen werden.

Es scheint, als zeigt die "Fridays for Future"-Bewegung Wirkung. Zuletzt riefen Städte wie London und Basel den Klimanotstand aus. Zu Beginn der Woche folgten Köln und Paris. Vorangegangen waren in allen Fällen Forderungen der jungen Demonstranten, die jeden Freitag für einen besseren Klimaschutz demonstrieren.

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Alle Städte verpflichten sich damit, das UN-Klimaabkommen aus dem Jahr 2015 umzusetzen. In Bayern sind Politiker bislang zögerlich. Lediglich die Stadt Erlangen wagte den Schritt, sich öffentlichkeitswirksam für das Klima einzusetzen. In der Region legten die Grünen in Stadtbergen einen Antrag vor, den Klimanotstand auszurufen. Und auch in Augsburg hat sich etwas getan.

Klimanotstand für Augsburg? Umweltreferent diskutiert mit jungen Menschen

Wie Umweltreferent Reiner Erben auf Nachfrage unserer Redaktion berichtet, traf er sich im Laufe der Woche mit Sprechern der Freitagsdemonstrationen in Augsburg. In der Diskussion habe man sich darauf geeinigt, dass die Forderungen der "Fridays For Future"-Demonstranten im Herbst "intensiv" in städtischen Gremien besprochen werden.

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Jedoch soll bereits am Montag, 15. Juli, in einer öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses über die allgemeinen Forderungen der "Fridays for Future"-Bewegung diskutiert werden. Wie Erben versichert, soll dabei auch die Ausrufung des Klimanotstands in Augsburg eine Rolle spielen. Wie Reiner Erben unserer Redaktion mitteilt, wolle er zusammen mit dem Stadtrat, der Öffentlichkeit und jungen Menschen darüber beraten, ob die Stadt den Klimanotstand ausrufen soll.

Klimaziele für Augsburg sollen nach den Sommerferien veröffentlicht werden

Elias Sandler, Sprecher der "Fridays for Future"-Bewegung in Augsburg, zeigt sich mit dem Vorgehen des Umweltreferenten einverstanden. Die Organisatoren der Freitagsdemonstrationen in Augsburg wollen bis zum Ende der Sommerferien ihre Ziele für die Stadt ausformulieren und veröffentlichen.

Eine große Rolle sollen laut Sandler die Preise des öffentlichen Nahverkehrs spielen. "Für viele der Schüler ist es billiger sich mit dem Auto zur Schule bringen zu lassen", sagt er. Die Energiegewinnung soll bei dem Erreichen der Klimaziele ebenfalls eine Bedeutung zukommen. Zwar beziehe Augsburg bereits viel Strom aus Wasserkraft, aber man wolle schauen, wo nachgebessert werden könne. In Augsburg soll zudem der Verbrauch von Plastikbechern weiter reduziert werden.

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Bild: Hanna Franzen, AFP

Bis zum Herbst soll in Augsburg eine Klimakommission gegründet werden, in der die Organisatoren der "Fridays for Future"-Bewegung vertreten sein sollen.

Ob Schüler in den Sommerferien jeden Freitag streiken, sei noch nicht sicher. Das Team um Elias Sandler will aber Aktionen für die Ferien planen. Es will beispielsweise gemeinsam Müll sammeln oder Workshops zum klimafreundlichen Leben anbieten. "Wir machen mehr, als nur auf die Straße zugehen."

Lesen Sie dazu auch: Köln ruft den Klimanotstand aus - was steckt dahinter?

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

16.07.2019

Die Schüler*innen haben absolut Recht. Die Preise im Nahverkehr gehören unbedingt auf den Prüfstand. Durch die Tarifreform haben sich Einzelfahrten im Stadtgebiet preislich teils mehr als verdoppelt, und auch einzelne Abos kosten nun 25 % mehr. Allerdings darf man nicht vergessen, dass man auch das Angebot ausbauen muss, wenn man will, dass Viele vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen.

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15.07.2019

>> Eine große Rolle sollen laut Sandler die Preise des öffentlichen Nahverkehrs spielen. "Für viele der Schüler ist es billiger sich mit dem Auto zur Schule bringen zu lassen", sagt er. <<

(edit/Beleidigungen gelöscht/mod)

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburg-Das-Schuelerticket-kommt-id43071081.html

>> Es werden 30 Prozent der anfallenden Kosten einer Schülermonatskarte übernommen. Dies hat der Stadtrat beschlossen. Von dem Ticket profitieren Schüler, die bislang keinen gesetzlichen Anspruch auf die Kostenfreiheit des Schulwegs haben. <<

Und grundsätzlich trifft es nur Schüler ohne freien Schulweg in der Stadt Augsburg; der Rest bekommt ja ein Ticket.

Tatsächlich fatal ist die Situation im Umland und für einpendelnde Schüler - da gelten die mit der Tarifreform unfair erhöhten AVV-Preise. Da motiviert es schon, mal kostensparende Umläufe mit dem Auto zu planen.

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14.07.2019

Welche Eltern oder Pädagogen lassen solch einen Schwachsinn zu? Es wäre sinnvoller, wenn Jugendliche nicht die Schule schwänzen sondern in dieser Zeit über Realitäten, Machbarkeiten, Technologien, Naturgesetzte etc. unterrichtet und geschult werden würden.

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15.07.2019

Ich denke da werden oft auch Forderungen ins Blaue gestellt, ohne sich vorher differenziert mit der Ausgangslage beschäftigt zu haben. Die (edit/mod) Presse übernimmt das ja in der Regel ungeprüft und vernebelt noch den Umstand, dass die Augsburger Grünen (im Gegensatz zur SPD) diese Schweinerei bei der Tarifreform (aka Abonnentenschröpfung) mitgetragen haben.

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