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Für Fußgänger muss genug Platz bleiben

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Kommentar Von Stefan Krog
24.04.2019

Wenn in Deutschland E-Scooter zugelassen werden, muss die Stadt Augsburg reagieren. Sie hat auch schon Pläne.

Einen Siegeszug wie in einigen US-Metropolen wird der Elektroscooter in Deutschland eher nicht antreten: Der Anteil des Fahrrads am Verkehr ist hier im Vergleich zu den USA relativ hoch. Für den E-Scooter ist die Nische, in der er sich in Deutschland ausbreiten kann, im Vergleich schmaler – aber sie ist zweifellos da. So erklärt sich auch die Verbreitung der Gefährte in europäischen Metropolen, wo Verleihunternehmen im Geschäft sind.

Dass die Nutzung auch in Deutschland erlaubt wird, ist prinzipiell in Ordnung. Die Gefährte können Lücken im Mobilitätsangebot schließen, die der öffentliche Nahverkehr nicht bedienen kann. Solche neuen Angebote gehören zur Mobilitätswende.

Allerdings sollte man bei all dem Trubel um die Scooter eine andere Gruppe im Verkehrsgeschehen nicht unterschätzen: Fußgänger. Gut 30 Prozent aller Wege legen die Augsburger pro Tag auf den eigenen zwei Beinen zurück – damit rangiert diese Fortbewegungsart noch vor Fahrrad und Nahverkehr und kommt gleich hinter dem Auto (Quelle: Studie „Mobilität in Städten“ der TU Dresden).

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Fußgänger dürfen durch die Scooter nicht ins Hintertreffen geraten. Das geschieht wohl nicht so sehr durch die Scooter-Fahrer, die mit zwölf Kilometern pro Stunde auf dem Gehweg fahren (vermutlich werden sich nicht viele Leute ein so langsames Fahrzeug kaufen), sondern eher durch Nutzer, die mit ihren lautlosen schnelleren Gefährten unerlaubterweise auf dem Bürgersteig unterwegs sind. Hier sind Kontrollen nötig.

Lesen Sie hier den Artikel: Was rollt da auf Augsburg zu?

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.04.2019

Schon jetzt halten sich gefühlte Dreiviertel aller Radler nicht an die rudimentärsten Verkehrsregeln (z. B. kann man beobachten: "Ampel rot - auf Gehweg ausweichen", "Abbiegen - kurzer Abschneider über den Gehweg - natürlich ohne Handzeichen" usw.). Da kann es ja spaßig werden, wenn demnächst auch noch die nächste Gruppe ihren Ego-Trip auslebt.

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