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Festival

21.06.2017

Für den Freund der Domsingknaben

Kurt F. Viermetz (1939–2016) hat die Augsburger Domsingknaben vielfältig gefördert. Sie bedanken sich mit einem Schubert-Konzert.
Bild: Bernhard Gastager

Warum der Augsburger Chor bei „Bach in Rokoko“ in Günzburg heuer an Kurt F. Viermetz erinnert

Schubert war sein Lieblingskomponist. Und die Augsburger Domsingknaben sein Lieblingschor. Deshalb widmet Domkapellmeister Reinhard Kammler dem im vergangenen Jahr verstorbenen Freund und Förderer Kurt Viermetz das Abschlusskonzert des diesjährigen Festivals „Bach in Rokoko“ am 1. Oktober in der Günzburger Frauenkirche. Ein reines Schubert-Programm wird dabei geboten, wie Viermetz, der sich schon schwer krank ein Festival-Konzert 2016 in Günzburg nicht entgehen ließ, es sich gewünscht und kurz vor seinem Tod noch mit Kammler besprochen hatte.

Folgerichtig übernimmt die Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung die Schirmherrschaft für „Bach in Rokoko 2017“ vom 29. September bis 1. Oktober. Das Festival begleitet die Viermetz-Stiftung von Anfang an, erinnert sich Augsburgs Alt-Oberbürgermeister Peter Menacher als Stiftungsvorstand. „Der erste Antrag ging im April 2004 bei uns ein, eine Bitte um Schirmherrschaft. Es war der Beginn einer langen Freundschaft“, erzählt Menacher. Denn der gebürtige Augsburger Kurt F. Viermetz, der als Bankmanager international Karriere gemacht hatte, habe die Domsingknaben als herausragende kulturelle Botschafter seiner Heimatstadt und ganz Schwabens verstanden.

„Auch unsere Konzertreisen, etwa in die USA oder nach Polen, hatten ihn sehr interessiert“, ergänzt Kammler. Zwischen ihnen sei eine persönliche Freundschaft entstanden. Kammler: „Er hat mir sogar das Du angeboten.“

Für den Freund der Domsingknaben

Zwei gewichtige Werke von Franz Schubert enthält das Gedenkkonzert am 1. Oktober mit Solisten und Kammerchor der Domsingknaben sowie dem Residenz-Kammerorchester München. Zu hören sind die Sinfonie Nr. 5 B-Dur und die Messe in C sowie zum Eingang das Graduale „Benedictus es, Domine“.

Die beiden anderen Konzerte tragen jeweils Johann Sebastian Bach im Herzen. Ihm zugeordnet ist dann jeweils der Blick zurück und nach vorne. Dieses Jahr liegt zudem ein Schwerpunkt auf Bachs Zeitgenossen Antonio Vivaldi. Am 30. September hört man von ihm in der Frauenkirche zwei Concerti grossi mit zwei bzw. vier Soloviolinen und von Bach die große A-Cappella-Motette „Komm, Jesu, komm“. Als Schmankerl legt der Domkapellmeister den wiederentdeckten ungarischen Komponisten Bessedek Istvánffy (1733–1778) dazu, nämlich dessen Missa Sanctificabis Annum Quinquagesium.

Aus der Alten Musik hat Kammler für 29. September William Byrd und Tomaso Ludovico da Vittoria ausgewählt, Musik mit Echochören bzw. eine zwölfstimmige Messe mit drei im Raum verteilten Chören. Im Zentrum spielen Reinhard Kammler am Cembalo und der Geiger Peter Riehm, der Konzertmeister des Residenz-Orchesters, die Sonate Nr. 5 f-Moll von Bach. Erstmals schließt sich daran ein Treffen ehemaliger Domsingknaben an, darunter Bad Windsheims Bürgermeister.

bei den Domsingknaben, Tel. 0821/510088, sowie in Günzburg bei der Buchhandlung Hutter, Tel. 08221/399614, und im Forum am Hofgarten, Tel. 08221/366320.

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