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05.06.2009

Für mehr sozialen Zusammenhalt im Stadtteil

Herrenbach/Lechhausen "Ich freue mich über die gute Resonanz in unseren Informationsveranstaltungen", sagte Lutz Fischer von der städtischen Koordinierungsstelle "Stärken vor Ort" im Anschluss an die Veranstaltungen im Herrenbach und in Lechhausen. Jeweils rund zwei Dutzend Personen aus verschiedenen lokalen Initiativen, Kirchen, Einrichtungen und auch Stadträte waren der Einladung gefolgt.

"Stärken vor Ort" ist ein Förderprogramm, bei dem mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Mikroprojekte zur Bildungsförderung von Jugendlichen mit schlechten Startchancen sowie zur Armutsbekämpfung bei Frauen gefördert werden. Das Sozialreferat hatte beantragt, neben Herrenbach und Lechhausen auch Kriegshaber von 2009 bis 2011 in das Projekt einzubeziehen. Pro Stadtteil und Jahr stehen 55 000 Euro zur Verfügung, insgesamt wird Augsburg 600 000 Euro ausschütten können. Die Projekte müssen im Stadtteil verortet sein, müssen der sozialen und beruflichen Integration dienen und die Zielgruppen direkt beteiligen.

Anträge von jedem zu stellen

"Wenn Sie Bewerbungstraining für türkische Mädchen anbieten oder in einer gemeinschaftlichen Aktion einen Schulhof neu gestalten - dann sind das Projekte, die förderungsfähig wären", erläuterte Lutz Fischer. Anträge können von praktisch jedem gestellt werden: von Einzelpersonen, Bildungsträgern, Schulen, Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen oder auch Betrieben.

Für mehr sozialen Zusammenhalt im Stadtteil

Im Herrenbach hat Fischer vorab schon mit der Stadtteilkonferenz Kontakt aufgenommen, in Lechhausen mit der Fachbasis. Es wurde ein örtlicher Begleitausschuss gebildet, für jeden Bereich ein Aktionsplan ausgearbeitet. Für Herrenbach erwartet Fischer mehr gemeinschaftsstiftende Projekte, für Lechhausen mehr bildungsfördernde. "Im Herrenbach gibt es den höchsten türkischen Anteil unter der Bevölkerung. Ziel sollte es hier sein, die verschiedenen Bevölkerungsteile des Stadtteils zusammenzuführen", so Fischer.

Das Antragsverfahren für die Projekte, die maximal mit 10 000 Euro gefördert werden, ist komplex. Es beginnt mit einer Beratung in der Koordinierungsstelle, führt über Vorantrag, Beratung und Online-Antrag nach einer weiteren Prüfung schließlich zum Fördervertrag.

Beschaffungen sind bei Sachkosten bis zu 150 Euro förderbar, Honorarkosten können komplett gefördert werden. Baumaßnahmen sind nicht förderfähig.

Wessen Projekt gefördert wird, der erhält neben Geld und Ehre auch kostenlose Öffentlichkeitsarbeit: Neben Info-Veranstaltungen wird es Straßenwerbung, Internetpräsenz und eine reichhaltige Dokumentation mit Film, Broschüre und CD geben.

Denn mit "Stärken vor Ort" soll ja nicht nur die Zielgruppe, Jugendliche und Frauen, sondern sollen auch Initiativen, Vereine und sonstige an sozialen Prozessen Beteiligte gefördert werden. Damit wird der soziale Zusammenhalt vor Ort und die Stadtteil-Identität unterstützt.

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