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Fujitsu: Ein Abschied mit Anstand

Fujitsu: Ein Abschied mit Anstand
Kommentar Von Andrea Wenzel
05.11.2019

Das Unternehmen baut Arbeitsplätze ab, versucht aber, möglichst viele Mitarbeiter anderswo unterzubringen.

Man muss nicht immer die schlechteste aller möglichen Ausgangslagen nehmen, um die eigene daran zu bemessen. Dass die Unternehmensleitung von Fujitsu bei der Standortschließung arbeitnehmerfreundlicher agiert als es die Ledvance-Spitze einst getan hat, ist zunächst kein großer Verdienst. Denn im Fall Ledvance gab es seitens des Unternehmens absolut gar keine Unterstützung, um die Beschäftigten in eine neue berufliche Zukunft zu begleiten. Es besser zu machen, ist daher keine große Kunst.

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Doch Fujitsu geht einen Schritt weiter und wählt einen Weg, um sich mit Anstand aus Augsburg und von seinen Mitarbeitern zu verabschieden. So unterstützte das Unternehmen die Jobbörse der Allianz für Arbeit mit Räumlichkeiten und stellte die Mitarbeiter für den Besuch vom Dienst frei. Nach wie vor wird zudem seitens der Personalabteilung versucht, Anfragen interessierter Unternehmen an die passenden Mitarbeiterweiter im Haus weiterzuleiten und so den Kontakt zu einem potenziellen neuen Arbeitgeber herzustellen.

Eine Transfergesellschaft gibt den Menschen zudem die Chance, sich weiter zu qualifizieren und nimmt den Druck, binnen kürzester Zeit einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Der Umgang mit den Beschäftigten seitens der Unternehmensleitung sei respektvoll heißt es. Insgesamt laufe die Standortschließung gemessen an der Situation gut ab, sagen Arbeitnehmervertreter.

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Nun kann man der berechtigten Meinung sein, dass ein Unternehmen die moralische Pflicht hat, in einem solchen Fall genau so zu reagieren. Weil es aber auch andere Beispiele gibt, darf das Handeln von Fujitsu aber auch einmal lobend erwähnt werden. Denn viel mehr könnte das Unternehmen in einer solchen Lage wohl kaum leisten – außer vielleicht, die Standortschließung rückgängig zu machen. Dass das aber nicht passieren wird, dürfte jedem klar sein.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Fujitsu-Joint-Venture eröffnet neuen Standort in Augsburg

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