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Gäste sollten auch im dritten Plärrer-Zelt feiern!

Kommentar Von Ina Kresse
27.02.2018

Das dritte Plärrerzelt soll laut Stadt kein Partyzelt werden. Aber anders wird es kaum funktionieren können.

Wenn der Frühjahrsplärrer am Ostersonntag startet, dann noch mit nur zwei Bierzelten. Die dritte Gastronomie eröffnet erst zum Volksfest im Herbst. Spannend ist, welchen Betreiber die Stadt wählen wird. Groß unterscheiden werden sich beide in ihren Ideen sicherlich nicht. Die Vorgaben der Stadt sind dafür zu konkret. Dass es dieses mal allerdings nur zwei Bewerber gibt, fällt auf. Das Scheitern der Sterndl-Alm und die Kritik von Edmund Diebold an den Rahmenbedingungen haben offenbar Eindruck hinterlassen.

Ein Festzelt ist eine große Aufgabe. Es ist kein Selbstläufer. Nicht nur das Konzept muss gut sein, der Bewerber muss ordentlich investieren. Vor allem in seine Ausdauer und Energie. Nur mit kontinuierlicher Qualität kann man Besucher dauerhaft überzeugen. Auch die großen Konkurrenten, Schaller und Binswanger & Kempter, stehen jedes Jahr vor einer neuen Herausforderung. Unter der Woche sind auch die großen Zelte nicht immer prall gefüllt. Es braucht schon Programm, um die Besucher zu locken.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.02.2018

Als Musiker, der mit seiner Band "Flottn3er" jahrelang in der Sterndl Alm gespielt hat, kann ich den obigen Kommentar nur bestätigen. Sollte die Stadt Augsburg nicht auch das dritte Zelt zum Party machen freigeben, wird meiner Meinung nach über kurz oder lang jeder Wirt scheitern.

Die Menschen wollen sich auf einem Volksfest amüsieren und auch selbst entscheiden, ob sie etwas essen wollen oder nicht. Je zwangloser alles abläuft, umso besser und frequentierter wird auch das neue Zelt werden. Möchte ich bei ruhiger Hintergrundmusik gemütlich etwas essen gehen, dann werde ich mit Sicherheit eines der vielen netten Augsburger Lokale bevorzugen.

Ein Zelt auf einem Volksfest ist aber nunmal zum feiern da und das wollen auch die Leute.

Wie die Erfahrung zeigt, kann man sie auch nicht dazu bewegen von den Bänken zu steigen, wenn sie schon mal in Stimmung sind. Sollte es trotzdem passieren, so wird das für Unmut sorgen und die Menschen suchen sich halt ein Zelt in dem sie gerade diese ausgelassene Stimmung vorfinden.

So gesehen ist das ein klarer Vorteil für die beiden großen Zelte und eben eine existenzielle Gefährdung des neuen, dritten Zeltes. Es wäre wirklich schade drum, da gerade eine Apres Ski Hüttn mit ziemlicher Sicherheit der große Renner auf dem Augsburger Plärrer werden könnte.