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Serie - Unsere Gesundheit

09.09.2019

Grauer Star - auch jüngere Menschen sind gefährdet

Im höheren Alter fällt es manchem schwer, Dinge genau zu erkennen. Ursache dafür könnte eine Linseneintrübung sein. Um den Grauen Star geht es in der Stadtberger Arztvortragsreihe.
Bild:  Kai Remmers (dpa)

Der Graue Star ist eine allgemein bekannte Augenkrankheit. Dabei trübt sich die Linse der Jahre ein. Mit einer Operation sollten Betroffene nicht zu lange warten. Am Montag, 9. September, dreht sich ein Arztvortrag um dieses Thema.

Der Graue Star ist eine allgemein bekannte Augenkrankheit. Dabei trübt sich die Linse im Laufe der Jahre ein. Das ist manchmal auch mit dem bloßen Auge an einer weiß-gelbliche Färbung im Pupillenbereich zu erkennen. Das Sehvermögen verschlechtert sich allmählich, oft vom Betroffenen lange Zeit unbemerkt. Oberarzt Youssef Botros von der Klinik für Augenheilkunde am Uniklinikum Augsburg beschäftigt sich zum Auftakt der 56. Ärztlichen Vortragsreihe im Bürgersaal Stadtbergen mit diesem Thema und möchte seine Zuhörer ermuntern, regelmäßig zur Augenuntersuchung zu gehen, damit ein Grauer Star rechtzeitig behandelt werden kann.

Botros berichtet aus seiner eigenen Erfahrung: So hatte er mit einer Patientin in den 60ern zu tun, die im Rollstuhl saß – weil sie sich aufgrund ihrer Linsentrübung nicht mehr sicher bewegen konnte. Er erinnert sich auch an ein zwölfjähriges Mädchen, das wegen Diabetes unter einem Grauen Star litt, der das Sehvermögen auf fünf Prozent begrenzte. Nach erfolgreicher Operation verfügte das Mädchen wieder über hundert Prozent Sehvermögen. Er möchte seine Zuhörer sensibilisieren, auf diese Erkrankung zu achten. Es ist nicht immer eine normale Alterserscheinung, sondern kann auch ein Zeichen für andere schwere Erkrankungen sein. Eine Operation des Grauen Stars kann eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität bringen.

Nach Aussage von Botros ist in den meisten Fällen eine Operation sinnvoll. Dabei wird eine neue, künstliche Linse ins Auge eingesetzt. Die meisten Linsen bestehen aus Acryl. Über die verschiedenen Linsentypen wird der Referent genauer berichten. Es ist sehr wichtig, vor dem Eingriff genau abzuklären, welche Linse für den einzelnen Patienten die geeignetste ist.

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Nach der OP ist der Seheindruck besser, sofern keine andere zusätzliche Augenproblematik vorliegt, und der Patient kann Farben wieder intensiver wahrnehmen. Botros wird sich daneben auch mit neueren Operationsverfahren beschäftigen. Und schließlich geht es in seinem Vortrag um die Frage, wann der geeignete Zeitpunkt für eine Operation des Grauen Stars ist.

Zum Start der 56. Vortragsreihe werden auch deren Koordinator, der Chefarzt der Augenklinik, Prof. Dr. Arthur Mueller, und die Gründungsdekanin der neuen Uniklinik, Prof. Dr. Martina Kadmon, anwesend sein. Kadmon wird berichten, wie sich die Uniklinik seit Jahresbeginn entwickelt hat.

Termin: Der Arztvortrtag "Grauer Star" findet am Montag, 9. September, um 19.30 Uhr im Bürgersaal Stadtbergen statt, Eintritt: 5 Euro.

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