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Augsburger Polizistenmord

29.12.2011

Großeinsatz: Sonderkommando nimmt zwei Verdächtige fest

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Beamte eines Sondereinsatzkommandos waren bereits kurz nach dem Augsburger Polizistenmord Ende Oktober im Einsatz (Bild). Am heutigen Donnerstag, knapp zwei Monate nach der Tat, nahmen sie nun zwei Verdächtige fest.
Bild: Wall/Archiv

Steht der Augsburger Polizistenmord vor der Aufklärung? Acht Wochen nach dem Tod von Mathias Vieth haben Sondereinsatzkräfte heute zwei Verdächtige gefasst.

Wie die Augsburger Allgemeine erfuhr, schlugen die Fahnder am Donnerstagvormittag zeitgleich an zwei Orten zu. In Augsburg und auch in Friedberg nahmen Beamte eines Sondereinsatzkommandos zwei Männer fest. Der Verdacht: Sie sollen in den Mord am Augsburger Polizisten Mathias Vieth verwickelt sein.

"Die mutmaßlichen Täter waren von der polizeilichen Maßnahme vollkommen überrascht und leisteten keinen Widerstand", bestätigte ein Polizeisprecher. Zur Identität der Männer wollten die Ermittler zunächst nichts sagen. Sie verwiesen auf eine Pressekonferenz am morgigen Freitag.

Wie es hieß, stammen beide Männer aus dem kriminellen Milieu. Informationen unserer Redaktion zufolge waren beide Verdächtige schon länger observiert worden, ehe sie nun gefasst wurden.

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Mathias Vieth wollte in der Nacht des 28. Oktober mit seiner 30-jährigen Kollegin auf einem Parkplatz am Augsburger Kuhsee zwei verdächtige Männer kontrollieren. Doch die rasten sofort auf einem Motorrad davon. Nach einer kurzen Verfolgungsfahrt stürzten die Flüchtigen auf einem Waldweg. Als die Streifenbeamten ankamen, eröffneten die Verdächtigen das Feuer auf die Polizisten.

Vieth, ein Familienvater mit zwei Kindern, wurde mehrfach getroffen. Er trug eine Schutzweste, die den Schüssen standhielt. Die tödlichen Schüsse trafen ihn aber dort, wo die Weste nichts abdeckt – angeblich am Hals und am Kopf. Seine Kollegin wurde durch einen Streifschuss verletzt. Unklar blieb bislang, ob nur einer oder beide Täter geschossen haben. Die Männer hatten eine größere, schwarze Tasche bei sich und konnten unerkannt flüchten, obwohl beide Polizisten noch zurück feuerten.

Über 700 Hinweise nach dem Polizistenmord

Seitdem läuft die Großfahndung nach den Mördern. In den vergangenen Wochen gingen bei der Augsburger Soko "Spickel" über 700 Hinweise ein, die nach und nach abgearbeitet wurden. Der Schwerpunkt der Ermittlungen konzentrierte sich unter anderem auf Augsburg und Ingolstadt, wo die Täter ihr Motorrad gestohlen hatten. 

Die Belohnung für Hinweise zum Augsburger Polizistenmord war zuletzt auf 95.000 Euro erhöht worden. Gemeinsam mit 5000 Euro, die von privater Seite bereit gestellt werden, liegt der Gesamtwert der Belohnung jetzt bei 100.000 Euro.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) äußerte im Bayerischen Rundfunk seine Genugtuung über den Fahndungserfolg: "Das freut mich ganz besonders", sagte er.

Polizist getötet Polizistenmord   Polizei
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