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Augsburg

20.09.2016

Grüne: Heide nach Bebauung schützen

Auf der Flugplatzheide in Haunstetten ist unter anderem die Gemeine Sichelschrecke zu finden.
Bild: Eberhard Peuffer

Wie die Stadtratsfraktion der Grünen die wertvolle Flugplatzheide schützen und dort zugleich Wohnungen errichten will.

ie Stadtratsfraktion der Grünen fordert in einem Antrag an die Stadtspitze, im Falle einer teilweisen Wohnbebauung der alten Flugplatzheide in Haunstetten die dann noch verbleibenden freien Flächen unter Schutz zu stellen.

Fraktionsvorsitzende Martina Wild begrüßte zwar die jüngste Stellungnahme des bayerischen Umweltministeriums, das auf die große naturschutzfachliche Bedeutung der Flugplatzheide hinweist. Sie kritisierte aber auch, dass die Umweltministerin damit sehr spät komme. Denn es sei der Freistaat und damit die bayerische Staatsregierung, die seit längerer Zeit eine Wohnbebauung für 310 anerkannte Flüchtlinge an dieser Stelle umsetzen wolle. „Wenn sich jetzt die Staatsministerin regelmäßig berichten lässt, ist das zwar schön, schützt aber die Flugplatzheide nicht vor weiteren Beeinträchtigungen“, so die Grünen. Notwendig sei es stattdessen, diesen Worten rasch konkrete Taten folgen zu lassen und die wertvolle Naturfläche schnell zu sichern.

Nicht gegen Bebauung

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Die Grünen lehnen allerdings nicht das geplante Wohnbauprojekt auf der Heide ab. Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Cemal Bozoglu verweist darauf, dass die beabsichtigte Teilbebauung am Bischofsackerweg durch den Freistaat mit der großen Knappheit an günstigem Wohnraum in Augsburg zusammenhänge. Insbesondere für anerkannte Flüchtlinge sei es oft nahezu unmöglich, eine entsprechende Wohnung zu finden. Aber auch in Zeiten von Wohnraumknappheit dürften soziale und naturschutzfachliche Interessen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr müsse es um nachhaltige, umwelt- und sozial-verträgliche Lösungen gehen.

Die Naturschutzallianz der Umweltverbände ist dagegen überzeugt, dass eine weitere Verkleinerung der alten Flugplatzheide durch Wohnbebauung für etliche bedrohte Arten das endgültige Aus in Augsburg bedeuten würde. Von der ehemals fast 200 Hektar großen Heidelandschaft sei nur noch eine Restfläche von zwei Prozent übrig. Diese Naturfläche sei nach einer Zerstörung nicht wieder herstellbar. Die Regierung von Schwaben ist für das Baugenehmigungsverfahren zuständig und muss im Interessenkonflikt zwischen Wohnungsbau und Naturschutz abwägen.

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