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Augsburg

16.05.2017

Grüne fordern mehr Schutz für Radler

So sieht das Warnschild in Regensburg aus.

Die Augsburger Grünen fordern mehr Schutz für die Radfahrer. An gefährlichen Kreuzungen wollen sie Schilder aufstellen - wie in Regensburg.

Fahrradstadt 2020 – dieses Motto hat sich die Stadt Augsburg als verkehrspolitische Vision auf die Fahnen geschrieben. Radfahren wird beliebter, immer mehr Radler sind auf den Straßen unterwegs. Das Unfallrisiko steigt. Immer wieder gab es in den zurückliegenden Monaten schwere Unfälle, in die Radfahrer verwickelt wurden. Ein Unfallursache ist, dass Autofahrer beim Abbiegen an Kreuzungen die Radler übersehen. Um die Gefahren zu minimieren, machen sich die Augsburger Grüne dafür stark, an unübersichtlichen Kreuzungen Warnschilder aufzuhängen. Die Idee ist nicht neu.

Schilder sollen warnen

In Regensburg gibt es diese Schilder bereits. Einen vergleichbaren Weg soll auch Augsburg gehen, sagen die Grünen. Ein entsprechender Antrag an die Stadtverwaltung ist gestellt. Cemal Bozoglu, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, erläutert: „Es gab es wiederholt schwere bis tödliche Unfälle mit Radlern, die beim Abbiegen zumeist von Lkw-Fahrern übersehen wurden. Nachdem entsprechende Sicherheitstechnik in Fahrzeugen noch keine gesetzliche Pflicht ist, muss die Stadt hier dringend handeln, gerade an Stellen, von denen bekannt ist, dass sie gefährlich sind und auch baulich nicht entschärft werden können.“

Laut Christian Moravcik, Mitglied im Bauausschuss, hat die Stadt Regensburg der dortigen Verkehrswacht ein Warnschild „Augenblick bitte! Beim Abbiegen auf Radfahrer achten“ entwickelt und damit gute Erfahrungen gemacht. Bei der Umsetzung der Fahrradstadt 2020 gehe es aus Sicht der Grünen neben wichtigen baulichen Veränderungen um ein achtsames Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Unfallprävention sei ein Baustein für ein funktionierendes Miteinander. (möh)

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.05.2017

"Bitte" ist rechtlich nicht zutreffend - es ist die Verpflichtung des Autofahrers beim Abbiegen die Vorfahrt des Radfahrers oder den Vorrang des Fußgängers zu beachten und zu gewährleisten.

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17.05.2017

DÜRFEN RADFAHRER ÜBER GRÜNE FUSSGÄNGERAMPELN FAHREN ?

Wenn nicht, was kostet dies Strafe ?

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17.05.2017

Wenn sie auf dem Gehweg unterwegs sind natürlich ja...

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https://dejure.org/gesetze/StVO/2.html

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Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen...

.

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17.05.2017

Sie sind ja anscheinend ein richtiger "Autohasser" oder? Aber haben Sie schon mal beobachtet, wie sich so mancher Radfahrer im Straßenverkehr verhält? Rote Ampeln wozu, die müssen ja nicht beachtet werden, da kann ich ja als Radfahrer getrost drüber fahren, ich bin ja der schwächere Verkehrsteilnehmer und die anderen müssen Rücksicht auf mich nehmen. Solche Verhaltensweisen seitens der Radfahrer habe ich leider schon oft beobachtet. Viele Radfahrer gefährden sich auch selbst im Straßenverkehr. Jeder Verkehrsteilnehmer, sei es der Autofahrer, Fussgänger oder Radfahrer, muss, verdammt nochmal, auch eine gewisse Eigenverantwortung für sich übernehmen.

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17.05.2017

Ich denke nicht, dass H. Martin W. ein Autohasser ist, aber mit Sicherheit einer der viel oder fast ausschließlich Fahrrad fährt und einer der viele unbequeme Wahrheiten über Auotfahrer im Allgemeinen und Autoverkehr im Speziellen thematisiert.

Kommentare wie von Ihnen tauchen grundsätzlich und fast schon reflexhaft immer dann auf, wenn die Verkehrssicherheit von Radfahrern thematisiert wird, egal ob in den sozialen Medien oder in den Online-Ausgaben von Zeitungen.

Es wird nicht reflektiert, dass man als Autofahrer selber teil des Problems ist, nämlich der Verkehrssicherheit ist, sondern zeigt mit dem Finger sofort auf andere.

In diesem Artikel geht es aber um die Verkehrssicherheit der Radfahrer und nicht um das undisziplinierte und rücksichtslose Verhalten von Radfahrern.

Ich möchte an dieser Stelle einen Kommentar zitieren, der vor einiger Zeit vom Östereichischen Kurier auf einen Leserbrief abgegeben wurde:

"Unser Leser Wilfried K.ärgerte sich über die am Sonntag hier abgedruckte Glosse "Radfahrer", in der Freude darüber geäußert wurde, dass immer mehr Menschen mit dem Rad,statt mit dem Auto zu Arbeit fahren: Man solle Radfahrer nicht verherrlichen, schließlich gebe es unter ihnen Rücksichtslose und Undisziplinierte.

Da hat Wilfried K. recht. Es gibt rücksichtslose und undisziplinierte Radfahrer, so wie es rücksichtslose und undisziplinierte Autofahrer gibt (und Fußgänger, Linkshänder,Anwälte, Tiroler, Kaffetrinker, Fußballfans und Dostojewski-Leser - zusammengefasst Menschen).

Das Problem mit den rücksichtslosen Radfahrern ist ja kein Problem mit dem Fahrradfahren, sondern mit der Rücksichtslosigkeit. Rustikal ausgedrückt: Der Fahrradtrottel ist kein Trottel weil er Rad fährt, sondern weil er ein Trottel ist. Er ist es auch dann, wenn er nicht Rad, sondern Auto fährt oder ganz etwas anderes tut. Die Tatsache,dass das Fahrrad auch von Trotteln benutzt wird, macht es noch nicht zu einem schlechten Verkehrsmittel."

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17.05.2017

»Das Unfallrisiko steigt.«

Allenfalls die Raten, aber auf gefahrene km bezogene Unfalldichten vermutlich nicht. Bzw. würde ich für diese gegenteilige Behauptung doch mal einen Beleg sehen. Das Risiko des einzelnen dürfte eher sogar noch abnehmen, zumindest wenn man die Arbeiten zum Thema »Safety in Numbers« ernst nimmt.

»Ein Unfallursache ist, dass Autofahrer beim Abbiegen an Kreuzungen die Radler übersehen.«

Falsch formuliert. 32% sehen nicht hin und 28 % biegen trotz für sie erkennbar nicht freier Bahn ab. Macht 60%, die so fahren, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es scheppert. Übersehen würde voraussetzen, dass sich überhaupt gekümmert wird.

»„Es gab es wiederholt schwere bis tödliche Unfälle mit Radlern, die beim Abbiegen zumeist von Lkw-Fahrern übersehen wurden. Nachdem entsprechende Sicherheitstechnik in Fahrzeugen noch keine gesetzliche Pflicht ist, muss die Stadt hier dringend handeln, gerade an Stellen, von denen bekannt ist, dass sie gefährlich sind und auch baulich nicht entschärft werden können.“«

Auch bei PKW ist der Hauptunfallgrund bei Unfällen mit Radfahrern Fehler beim Abbiegen. Solange man Radverkehr rechts vom Rechtsabbieger geradeaus führt – wegen der Sicherheit, man muss sich das mal vorstellen – wird das Problem weiter bestehen bleiben. Das Problem hat vier Räder und macht Laut »Brumm«. Davon ist zu viel und zu schnelles in unserer Stadt unterwegs. Das ist der Gefahrenherd. Der muss eingedämmt werden. Aber da könnten die Grünen Anträge stellen, so viel sie wollen. Ein Großteil des Stadtrats hat ja nicht mal begriffen, was sie mit dem Projekt »Fahrradstadt« letztlich wirklich erreichen können/wollen/sollen. Da wird sich hinter Anwohnern versteckt, die ihr privates Blech gerne kommunal subventioniert im öffentlichen Raum abstellen wollen. So wird es nichts mit dem Umsteigen, liebe Damen und Herren Stadträte. Warum sollte auch nur ein Autofahrer umsteigen, wenn das heilige Blechle direkt vor der Tür steht, man nur schnell rein hüpfen muss, und überall wird man bevorteilt. (Anmerkung: Die Leistungsfähigkeit einer Kreuzung wird eigentlich nicht vom Radverkehr massiv reduziert, sonder am zu-viel des KFZ-Verkehrs, warum soll dann gerade der Radverkehr ständig darunter leiden?) Das einzige, was momentan wirklich stören kann, ist der ständige Stau, aber den verbockt man ja mit dem Auto schön selbst. Aber sollen gefälligst alle anderen umsteigen. Man selbst hat ja immer ganz wichtige, tolle Gründe fürs Auto.

»Unfallprävention sei ein Baustein für ein funktionierendes Miteinander.«

Nur bezweifle ich, dass ausgerechnet ein Blechschild am Straßenrand plötzlich für mehr Beachtung des Radverkehrs sorgt, wenn die bloße Anwesenheit des Radverkehrs ja schon nicht ausreicht, um beachtet zu werden. (Nein, ich glaube nicht, dass Autofahrer ständig mehr nach den Schildern schielen, als nach anderen Objekten, mit denen man kollidieren könnte.) Wäre echt spannend, was die Regensburger wirklich konkret festgestellt haben. Eine einfache »ist ja ganz toll, was ihr da für uns macht«-Reaktion aus der Bürgerschaft reicht mir da nicht aus.

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