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Augsburg

24.07.2011

Guter Start für das Grenzenlos-Festival

Gaswerk Augsburg Grenzenlos Festival Ofenhaus - 1.Augsburger Metal Meeting -
Bild: Anne Wall

Die Macher des Grenzlos-Festivals sind zufrieden, auch wenn der große Ansturm noch ausblieb. Das Gaswerk beeindruckt die Besucher.

Sonntag, kurz vor 16 Uhr: Jürgen Strehle steht auf dem Gelände des alten Gaswerks in Oberhausen und ist zufrieden. „Sein“ Grenzenlos-Festival, das er mit seinem Freund Uwe Schalowski aus der Taufe gehoben hat, läuft seit 48 Stunden. Und es läuft aus seiner Sicht gut, obwohl der Sommer am Wochenende eine Pause eingelegt hat. „Der Auftakt ist gelungen“, sagt Strehle.

Der Festival-Macher wagt bereits jetzt eine Prognose. „Ich denke, nach den bisherigen Erfahrungen wird es auf jeden Fall eine weitere Auflage 2012 geben.“ Nahezu rund um die Uhr sind Jürgen Strehle und Uwe Schalowski derzeit im Einsatz. Rund eine Viertelmillion Euro haben die beiden in den Veranstaltungsreigen investiert. Jetzt hoffen sie, dass ihr Konzept weiterhin aufgeht – und dass das Wetter, wie angekündigt, tatsächlich im Lauf der Woche noch etwas besser wird.

Es sieht so aus, als hätten sich die Freunde für ihr „schwäbisches Tollwood“ den richtigen Ort ausgesucht. Die Verbindung zwischen architektonisch anspruchsvollen, alten Industriebauten und Kulturangebot hat ihren Reiz. „Wir waren noch nie hier am Gaswerk und wollten es gerne mal sehen“, sagt Bettina Rasberger, die am Samstag mit ihrer Familie über den Markt schlendert, auf dem es originelle Hüte ebenso zu kaufen gibt wie Räucherstäbchen. Eine junge Frau sagt: „Ich wusste nicht, welches Juwel die Stadt hat.“

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Es gab schon viele Ideen für das Gelände, seit hier kein Gas mehr verarbeitet wird. Doch bisher ist der große Wurf nicht gelungen. Pläne für ein Hotel oder ein Einkaufszentrum scheiterten. Für Konzerte und Partys sind die hohen Hallen auf dem Areal dagegen ideal. So sieht es Jürgen Strehle. Sein Festival sei auch eine Chance für viele Augsburger Bands, die ohne Gage bei „Grenzenlos“ spielen – im Gegensatz zu den größeren Namen von außerhalb, wie Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn am Samstag oder die Hardrockband „Barock“. „Für die Augsburger Musiker ist das eine Werbeplattform, die sie sonst nicht haben“, so Strehle. Noch bis zum Sonntag dauert das Festival.

Auf 30.000 Besucher am ersten Wochenende haben die Veranstalter gehofft. Diese Zahl werden sie wohl nicht ganz erreichen. „Das ist nicht so tragisch“, sagt Strehle. Die meisten Markthändler wollen noch keine Bilanz ziehen. „Dazu ist es zu früh“, sagt er Berliner Jürgen Peschka, der indonesische Drachen verkauft. Als problematisch entpuppte sich die Parkplatzsituation rund ums Areal. Die Parkplätze sind mehrere hundert Meter vom Eingang entfernt, viele Autofahrer entdeckten sie gar nicht. Das soll nun verbessert werden. Ein Grafiker ist an der Arbeit, am Dienstag werden neue Schilder aufgestellt. „Wir lernen jeden Tag dazu“, sagt Strehle.

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