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20.02.2015

Harmonie über alle Grenzen

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Ud-Virtuose Seref Dalyanoglu (rechts) harmonierte mit Daniel Mark Eberhard.

Vielkulturelle Künstler im Goldenen Saal

Im „Spiegelsaal“ einer faszinierend vielkulturellen Stadtgesellschaft durften sich die Besucher des 29. Internationalen Künstlerempfangs am Aschermittwochabend im Augsburger Rathaus wähnen. So jedenfalls begrüßte sie Oberbürgermeister Kurt Gribl. Lässig könne Augsburg eine ganze Woche bespielen mit den kulturellen Darbietungen auf sehr hohem Niveau, die Migranten aus vielen Herkunftsländern zu diesem Anlass im Herzen der Stadt zeigen. Damit sie das ganze Jahr über Gelegenheit dafür haben, werde die Stadt nach einem „spannungs- und ergebnisreichen Diskurs“ das Bürgerhaus Kresslesmühle neu akzentuieren, erklärte Gribl. Allerdings ohne „die rosarote Multikulti-Brille“ aufzusetzen, sondern indem man Verschiedenheit als kulturelle Ressource betrachtet.

Beim Programm des traditionellen Künstlerempfangs ist dies längst der Fall. Njamy Sitson, der afrikanische Multiinstrumentalist, und Stephan Holstein harmonierten bestens bei poetischer Folklore in Kombination mit Bachs Choral „Wachet auf“. Seref Dalyanoglu, ein Virtuose der Ud, überführte zusammen mit Daniel Mark Eberhard am Piano, der nicht nur in die Tasten, sondern auch in die Saiten griff, eine türkische Komposition des 19. Jahrhunderts in groovende Jazzrhythmen.

Genauso unkompliziert wirkten der afghanische Exilant und Sänger Farhad Sidiqui, dem eine betörend emotionsreiche Stimme geschenkt ist, mit der Band Joyenda zusammen. Deren Mitglied Girisha Fernando wechselte als Gitarrist lässig zu Heide Ewerths Heimatlieder-Ensemble, das mit wieder zugewandertem Volksgut wie „Es saß ein klein Wildvögelein“ beim Friedensfest 2014 sein Debüt gab. Temperament- und gefühlvoll interpretierte das Damen-Vokalquartett Rudemus deutsche und russische Volkslieder. Mit jugendfrischen Tänzen präsentierte sich der russlanddeutsche Jugendklub „Glühwürmchen“. Familie Dontana aus Angola musizierte für das Projekt Radio Vielfalt.

Brillant eröffnet hatte Sopranistin Cathrin Lange den Abend mit strahlenden Spitzentönen und mühelosen Koloraturen. Alois Knoller

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