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14.03.2009

Harte Arbeit ist gefragt

Hand aufs Herz. Sie halten sich für einen echten Fußballexperten. Dann sind Ihnen vermutlich auch die Namen von Spielern wie Pirson, Pappas, Schlieter und Falkenberg ein Begriff. "Nein, die kenn ich nicht", geben sie zu. Macht nichts. Trotzdem, bei den vier oben genannten Namen handelt es sich um Profis von Rot-Weiß Oberhausen. Die Mannschaft der Namenlosen. Doch das hindert den Klub ganz und gar nicht, in der zweiten Fußball-Bundesliga kräftig für Furore zu sorgen. Denn längst ist aus dem Abstiegskandidaten ein Favoritenschreck geworden. Mit 31 Punkten auf dem Konto tritt das Team vom Niederrhein am Sonntag (14 Uhr) beim FC Augsburg an. Dabei startete der Neuling ganz schwach in die neue Saison. Erst am siebten Spieltag gelang der zweite Saisonsieg, ausgerechnet gegen den FC Augsburg. Trainer Jürgen Luginger, der im Sommer mit dem jetzigen Manager Günter Bruns den Job wechselte, fiel ein großer Stein vom Herzen.

Trainer und Manager tauschen die Posten. Eine Aktion, die es so im deutschen Fußball noch nie gab, die aber auch widerspiegelt, weshalb sich die Rot-Weißen für einen "etwas anderen" Fußballklub halten. Unter dem Motto "Malocherschicht Teil II" ist der Verein nach dem Durchmarsch von der Oberliga in die zweite Bundesliga diese Saison angegangen. Ehrliche und harte Arbeit ist mitten im Ruhrpott angesagt. RWO hat es nicht leicht im Revier. Der Klub ist von Bundesligisten umzingelt. Luginger nimmts zur Kenntnis, dass allein aus Oberhausen zu jedem Heimspiel 3000 Fans in die Arena auf Schalke pilgern.

Sechs Millionen Euro beträgt der Etat in Oberhausen, ein Beweis, dass man auch mit wenig Geld erfolgreich Fußball spielen kann. Sportlich ist das Team voll im Soll. In den vergangenen acht Spielen wurde nur zwei Mal verloren, mit 31 Punkten haben die Westdeutschen die Erwartungen mehr als erfüllt. "Das war so nach unserem holprigen Saisonstart nicht zu erwarten", gibt Luginger zu.

Unheimlich wird das Ganze dem gebürtigen Niederbayern nicht: "Schließlich haben wir uns alles hart erarbeitet, die Punkte bekamen wir nicht geschenkt." In der Winterpause haben sich die Oberhauser personell nochmals verstärkt. Vor allen Dingen Markus Heppke, schneller Mittelfeldspieler vom FC Schalke 04, erkämpfte sich einen Platz in der Stammformation. Vergangene Woche unterlagen die Oberhauser im Duell der "Kleeblättler" bei der SpVgg Greuther Fürth mit 1:3, waren beim Aufstiegsaspiranten aber über weite Strecken die bessere Mannschaft.

Harte Arbeit ist gefragt

Für RWO ist es erst das zweite Pflichtspiel beim FCA. 1974 trafen die beiden Traditionsklubs in der Bundesligaaufstiegsrunde aufeinander. 30 000 Zuschauer sahen in der Rosenau ein 2:2-Unentschieden. Vöhringer und Obermeier trafen für Augsburg, Heinrich war zweifacher Torschütze für RWO. Das Rückspiel verlor der FCA mit 2:3. Das war das Ende der Augsburger Aufstiegsträume.

Apropos Träume: Diese erfüllten sich für Felix Luz nicht. Der Stürmer wechselte im vergangenen Sommer aus Augsburg in den Westen. Doch wegen einer Knieverletzung ist er außer Gefecht.

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