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Hat die Uni Augsburg zu wenige Professoren mit Renommee?

Kommentar Von Eva Maria Knab
14.01.2020

Zwei Professoren der Uni Augsburg reden jetzt mit, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft Fördermittel in Milliardenhöhe vergibt. In den Vorjahren hatte Augsburg doppelt so viele Experten in den Fachgremien.


Eines dürfte unbestritten sein: Die frühere „Provinzuni“ Augsburg hat sich in vielen Bereichen sehr gut entwickelt. Ein Meilenstein ist die neue Medizinfakultät. Sie findet national große Beachtung. Auch im internationalen „Shanghai Ranking“, das Forschungsleistungen bewertet, wurde Augsburg nun erstmals unter den 1000 weltweit renommierten Universitäten gelistet. Das ist ein großer Fortschritt.

Am guten Ruf müssen viele mitarbeiten

Zum guten Ruf einer Universität tragen jedoch viele Dinge bei. Etwa auch, wie Augsburger Wissenschaftler in der deutschen Wissenschaftsgemeinde von Kollegen wahrgenommen werden. Ein Indiz, wie es um die Reputation bestellt ist, ist die Wahl für die sogenannten Fachkollegien bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie ist ein wichtiger Geldgeber für Forschungsprojekte an Universitäten (auch wenn es von der Europäischen Union und beim Bundesforschungsministerium noch größere Fördertöpfe gibt).

Für die DFG-Fachkollegien, die Förderanträge bewerten, kann man sich nicht selber bewerben. Man wird von Berufsverbänden oder anderen Institutionen vorgeschlagen. Und dann muss man auch noch genügend Stimmen von Wissenschaftlern aus ganz Deutschland sammeln. Erst dann kann man bei der Vergabe von Forschungsgeldern mitreden.

Dass Augsburg nun zwei Professoren in den Gremien hat, ist gut. Trotzdem sollte für die Universität eigentlich mehr drin sein, zumal sie stark gewachsen ist.

Lesen Sie dazu den Artikel: So kommen Forscher der Hochschulen zu Geld

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