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29.11.2019

Haunstetten bekommt Jugendtreff

Im Stadtteilgespräch klagen Bürger über zugeparkte Straßen

Die Wortmeldung der jungen Frau traf einen Nerv. „Der Südstern war unser zweites Zuhause. Wir wollen jetzt endlich wissen, wann unser Jugendtreff wieder aufmacht.“ Der beliebte Begegnungsort, in zwei Hausmeisterwohnungen der Albert-Einstein-Mittelschule von Streetworkern betrieben, musste Anfang 2019 schließen. Auch Schulleiterin Petra Deggendorfer hatte die Schließung bedauert. „Hier besteht ein echter Bedarf. Wir brauchen unbedingt Ersatz für die jungen Leute im Stadtteil“, sagt sie im Gemeindesaal St. Pius am Rande des Stadtteilgesprächs mit Oberbürgermeister Kurt Gribl und seinen Referenten.

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Unter den über 300 Zuhörern erhielt die junge Teilnehmerin starken Applaus. Jugendreferent Stefan Kiefer erklärte der Versammlung: „Nächste Woche entscheidet der Stadtrat und dann werden wir auf der Fläche beim Roten Kreuz und dem Mehrgenerationentreff ein neues Jugendzentrum errichten.“ Standort und Bauvorhaben waren schon im Sommer beschlossen worden, ein Teil der Finanzierung fehlte noch.

Um den geht es am Montag im Finanzausschuss, bevor der Stadtrat am Donnerstag abstimmt. Das Zentrum wird mit pädagogischem Personal ausgestattet sein und damit eine Aufwertung gegenüber dem früheren Streetworker-Projekt erfahren, so der Referent. Petra Deggendorfer ist erleichtert: „Zwar liegt der Standort nicht mehr so nah bei unserer Schule. Aber insgesamt ist das eine tolle Nachricht für uns in Haunstetten.“

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Der Gemeindesaal in St. Pius platzte an diesem Abend aus allen Nähten. Auf der Straße drängten sich die Autos im Parksuchverkehr. Drinnen wollten die Bürger wissen, wie es mit ihrem Stadtteil, den Autos, zugeparkten Straßen, Schwimmbädern, und Schulen weitergeht. Alle Stadtreferenten und Oberbürgermeister Kurt Gribl sowie Stefanie Rohde, Fahrbetriebsleiterin der Stadtwerke, stellten sich den Fragen. Es war das zwölfte Stadtteilgespräch in den vergangenen 11 Monaten. So voll wie in Haunstetten sei es jedoch noch nie gewesen, erklärte Oberbürgermeister Kurt Gribl.

Die meisten Wortmeldungen bezogen sich auf den Verkehr. Es ging um zugeparkte Straßen, rangierende Lkw und immer wieder um die Situation in der Hofackerstraße. Er habe schon früher versucht, die Straße aufzuwerten, erläutert Baureferent Gerd Merkle. Doch die Gewerbetreibenden seien damals nicht bereit gewesen, sich im Rahmen der Straßenausbaubeiträge mit 50 Prozent an den Investitionen zu beteiligen. Allerdings genieße die Hofackerstraße im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts für Haunstetten oberste Priorität, versicherte er.

Für Beifall sorgte eine Wortmeldung des Vereins „Erhalt B17 alt“, der befürchtet, ein Rückbau der vierspurigen Hauptstraße zugunsten der geplanten Straßenbahnlinie 2 Richtung Königsbrunn könnte in der Verwaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplant werden. Der Stadtteil werde kollabieren, man behalte sich vor, zum Kommunalwahlkampf gegen solche Pläne mobil zu machen, hieß es. Baureferent Merkle beruhigt: „Es gibt derzeit keinen Auftrag für Änderungen an der alten B17.“

Das letzte Stadtteilgespräch für die Innenstadt findet am 11. Dezember im Rathaus statt.

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