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24.10.2008

Haunstetter Eishalle bleibt ein Problem

Die Überdachung des Eisstadions Haunstetten bleibt ein Problem. Als die alte Stadtregierung im Mai 2007 den Grundsatzbeschluss zu einer festen Überdachung statt der bisherigen Kunststoffhülle beschloss, war man von einer Bausumme der geplanten Holzkonstruktion von 620 000 Euro ausgegangen. "Es hat sich herausgestellt, dass dieser Betrag nicht ausreicht. Nach der Neuberechnung mit zusätzlichen Stützen beläuft sich die Holzkonstruktion auf 920 000 Euro", musste Bürgermeister und Sportreferent Peter Grab den Vertretern des Augsburger Sportbeirats in dessen Sitzung am Montag mitteilen.

Auch im Sportausschuss (14.30 Uhr) steht das Eisstadion am heutigen Mittwoch auf der Tagesordnung. Um den Sportpolitikern Entscheidungshilfen zu gaben, hat sich Grab mit seinen Mitarbeitern auf die Suche nach günstigeren Lösungen gemacht und stellt im Ausschuss nun drei Alternativen vor:

Die Billig-Lösung Es wird darauf verzichtet, die Eisfläche komplett zu schließen. Stattdessen wird sie nur überdacht und bleibt an allen vier Seiten offen. Eine Lösung, die wohl vor allem die Eiskunstläufer wegen Zugluft und Verschmutzung des Eises beeinträchtigen würde. Die Kosten liegen hier bei 500 000 Euro.

Die Stufen-Lösung Hier wird die Überdachung ohne Schließung in einem ersten Schritt so gebaut, dass eine spätere Einhausung möglich ist. Die erste Bauphase beläuft sich auf 614 000 Euro. Eine spätere Einhausung wird mit 350 000 Euro veranschlagt.

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Die Komplett-Lösung Die Eisfläche wird komplett überdacht und auf allen Seiten geschlossen. Die auf Dauer wohl optimalste Lösung für alle Sporttreibenden. Allerdings auch die teuerste, da bei der Voll-Einhausung auch Dämmung und eine Klimaanlage nötig sind. Die Kosten belaufen sich hier auf 920 000 Euro.

"Die dritte Variante wird von der Sportverwaltung favorisiert. Ich hoffe nicht, dass sich die Stadträte für die ganz billige Variante aussprechen", so Grab mit Blick auf die Probleme, die durch Laub, Luft und Lärm entstehen könnten. Als Begründung für die hohen Kosten der Komplett-Lösung gab Grab zu bedenken, dass die Überdachung quasi eine "Maßanfertigung" auf eine bestehende Fläche sei und daher teurer komme als eine frei stehende Halle im Standardmaß - eine Argumentation, die nicht alle Sportbeiräte nachvollziehen konnten.

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