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Augsburg

28.09.2018

Haushaltsprodukte-Hersteller Vileda baut Stellen ab

Bei Freudenberg in Augsburg werden Haushaltstücher für die Marke Vileda gefertigt.
Bild: Andreas Zilse (Archiv)

Weil Nachfrage und Kosten weit auseinandergehen, lagert die Firma Freudenberg Teile von Produktion und Logistik um. Das trifft 40 Mitarbeiter von Vileda in Augsburg.

Bereits 2015 hat der Technologiekonzern Freudenberg für seine in Augsburg vertretene Sparte „Home and Cleaning Solutions“ (Haushaltsprodukte) – besser bekannt als Vileda im Martinipark – einen Sparkurs eingeleitet und seither fortgeführt. Dabei sind bereits Stellen abgebaut worden, jetzt folgt der nächste Schritt: Teile der Fertigung und der Logistik für die Reinigungsprodukte am Standort Augsburg sollen ausgelagert werden, teilt das Unternehmen mit.

Freudenberg baut 40 Stellen in Augsburg ab

Die Zahl der Mitarbeiter werde daher von derzeit 160 auf 120 reduziert. Die betroffenen Beschäftigten sollen jedoch nicht betriebsbedingt gekündigt werden, sondern das Unternehmen „sozialverträglich“ verlassen. Hier würden die natürliche Fluktuation, die Nichtverlängerung befristeter Verträge, die Altersteilzeit oder ein freiwilliges Abfindungsprogramm helfen. „Es ist unser Ziel, die Auswirkungen des Stellenabbaus so gut wie möglich abzufedern. Deshalb wollen wir die Veränderungen ohne betriebsbedingte Kündigungen umsetzen“, so Standortleiter Gerhard Friess. Etwas besser geht es den 16 im Bereich Logistik betroffenen Mitarbeitern. Sie werden vom neuen Arbeitgeber übernommen, heißt es seitens des Unternehmens.

Die Mitarbeiter sind über die Pläne am Donnerstag in einer Betriebsversammlung informiert worden, der Betriebsrat wollte sich zunächst aber nicht zu den Entwicklungen äußern. Dies sei mit der Geschäftsleitung so vereinbart. Man führe aber selbstverständlich die in diesen Fällen nötigen Gespräche.

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Haushaltsprodukte werden künftig von externen Lieferanten produziert

Als Grund für die neuerlichen Umstrukturierungen nennt Freudenberg, dass verschiedene in Augsburg gefertigte Produkte aufgrund gesunkener Umsätze nicht mehr profitabel hergestellt werden könnten. Darüber hinaus würde ein starker Wettbewerbsdruck und die für die Fertigung einzelner Produkte notwendigen hohen Investitionen zusätzlichen Kostendruck generieren. Ab 2019 sollen daher die Herstellung von Fenstertüchern und Abrasiven (etwa Topfschwämme), weitere Fertigungsschritte sowie Teile des Lagerbetriebs an externe Lieferanten vergeben werden. Um am Standort auf Dauer weitere Betriebskosten einzusparen, werden rund zwei Millionen in die Umrüstung des Abwasserhauses sowie in die Steuerungstechnik investiert.

Die Freudenberg-Gruppe ist ein weltweit aktives Technologieunternehmen mit mehreren Sparten. Darunter die Home and Cleaning Solutions. Sie gehört zu den weltweit führenden Markenanbietern im Bereich Haushaltsprodukte. 2017 erzielte sie einen Umsatz von mehr als 938 Millionen Euro und beschäftigte mehr als 3000 Mitarbeiter. In Augsburg wird unter anderem für die Marke Vileda produziert.

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