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Augsburg

06.12.2018

Hessing-Klinik baut in Göggingen weiter aus

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Die Hessing-Klinik in Göggingen soll weiter ausgebaut werden.
Bild: Annette Zoepf (Archiv)

Der Komplex prägt das Gesicht des Stadtteils wie keine andere Institution. Geld fließt nicht nur in die Kliniken, sondern auch in ein besonderes Förderzentrum.

Wer über Göggingen und die Entwicklung des Stadtteils spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Hessing. Hofrat Friedrich von Hessing (1838 bis 1918) ist Initiator einer ehemaligen „orthopädischen Heilanstalt“, die sich heute als verzweigtes Konstrukt präsentiert. Es steht in erster Linie für ein großes medizinisches Angebot: Fachkliniken sitzen in markanten und architektonisch ansprechenden Gebäuden.

Rund 10.000 Operationen werden jährlich dort ausgeführt. Es geht aber nicht nur um Bauten oder das medizinische Angebot. Ein großzügig angelegter Park bietet die Möglichkeit zur Erholung und Entspannung. Davon profitieren auch die Bürger aus Göggingen.

Hessing-Klinik: Hier lassen sich bekannte Fußballer behandeln

In die Schlagzeilen rückt Göggingen aus medizinischer Sicht, wenn sich bekannte Fußballer in der privaten Hessingpark-Clinic operieren lassen. Die Hessing-Stiftung, die den Hessing Campus managt, ist zu einem nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor in der Stadt Augsburg geworden. Mehr als 1300 Mitarbeiter kümmern sich vor Ort in Göggingen um Patienten aller Altersklassen. Und es werden weitere Arbeitsplätze entstehen, da an unterschiedlichen Standorten Millionen investiert werden. Denn das Angebot der Hessing-Stiftung geht über Spezialkliniken mit angeschlossenem Therapiezentrum hinaus.

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Etwas abseits gelegen vom Medizin-Komplex gibt es ein Förder-zentrum für Kinder und Jugendliche. Knapp zwei Kilometer Entfernung sind es bis zum Standort in der Mühlstraße nahe der Singold. Im August 2004 war die Eröffnung des Baus, der sich im Lauf der Jahre zu einem wichtigen Baustein für die Betreuung von behinderten Kindern in Augsburg entwickelt hat. 220 Buben und Mädchen im Vorschulalter werden betreut und gefördert. Ein Drittel ist behindert, teils sind es Formen einer Schwerstbehinderung.

Das Kinderhaus ist eine inklusive Einrichtung, in der Kinder mit und ohne Behinderung zusammenspielen und pädagogisch betreut werden. Ferner gibt es in der Mühlstraße eine Frühförderstelle für Kinder mit Behinderungen. Darüber hinaus ist ein sozialpädiatrisches Zentrum im Gebäude angesiedelt. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche bis 18 Jahren. Sie haben psychische Probleme oder Verhaltensstörungen, manche leiden an Autismus.

Durch einen Neubau entstehen auch neue Kindergartenplätze

Die Nachfrage nach einem größeren Angebot im Kinderhaus ist vorhanden. Darauf reagiert die Hessing-Stiftung nun mit einem Anbau, in den 1,3 Millionen Euro investiert werden. Von staatlicher und städtischer Seite gibt es eine Unterstützung von etwas mehr als 800.000 Euro, den Rest trägt die Stiftung. Beim obligatorischen Spatenstich ist zu erleben, wie das Zusammenleben der kleinen Baumeister funktioniert: Alex greift neben Philipp, Eric und Moritz zum Spaten.

Vor Ort ist zudem Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl, den der Weg erstmals in das Förderzent-rum führt. Er sei beeindruckt, was hier geleistet werde, sagt er nach einem Rundgang. „Natürlich unterstützt die Stadt gerne eine Einrichtung, die zusätzliche Kindergartenplätze im Stadtgebiet anbietet.“ 30 neue Kita-Plätze sind es, die zu Beginn des neuen Kindergartenjahrs im Herbst 2019 fertig sein sollen.

Mit den Bauarbeiten auf dem Gelände wird umgehend begonnen. Der Anbau verteilt sich auf zwei Erweiterungsflächen. Dieser Platz ist nötig, weil es nicht reicht, einzelne Gruppenräume zu errichten. „Wir benötigen Ruheräume und Platz für unseren sogenannten Fuhrpark“, sagen Silvia Reißner, Leiterin des Kinderhauses, und Gabriele Brandstetter, Leiterin des Förderzentrums.

Fuhrpark heißt der Raum, weil einzelne Kinder auf Rollstühle angewiesen sind. Gebaut wird im Förderzentrum. Bagger werden bald auch im Klinik-Bereich anrollen. Der Lieferanteneingang zur orthopädischen Fachklinik wird überbaut. Ein weiterer Operationssaal kommt. Drei Millionen werden investiert, sagt Markus Funk, Direktor der Hessing-Stiftung. Die Arbeiten starten voraussichtlich im Februar oder März.

Lesen Sie hier den Kommentar von Michael Hörmann: Die Uniklinik ist nicht alles

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