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Medizin

31.01.2019

Hessing baut Geriatrie aus

Der Rundbau der Hessing-Klinik für Geriatrische Rehabilitation in der Butzstraße reicht nicht mehr für den Platzbedarf.

Der Bedarf an Reha für ältere Menschen mit Gebrechen wächst. Die Zahl der Betten soll deutlich ausgebaut werden. Es wird eine der größten Einrichtungen ihrer Art im Freistaat entstehen

Die Hessing-Klinik will ihre Abteilung für geriatrische Rehabilitation, die vor 22 Jahren in einem Rundbau an der Butzstraße in Göggingen eröffnet wurde, erweitern. Mittelfristig müsse man sich über einen Anbau Gedanken machen, weil der Bedarf immer größer werde, heißt es. Um schnell Abhilfe zu schaffen, sollen ab dem Frühjahr in einem ersten Schritt die Räume einer orthopädischen Station im Haupthaus umgenutzt werden. Statt der 100 Betten soll die geriatrische Reha dann 140 Betten haben. Sie wird damit zur zweitgrößten derartigen Einrichtung in Bayern.

Die geriatrische Rehabilitation hat sich darauf spezialisiert, ältere Patienten mit Gebrechen wie Diabetes oder Herzschwäche nach einer neuen Erkrankung – etwa ein Oberschenkelhalsbruch oder ein Schlaganfall – wieder möglichst fit zu machen. Die klassische Reha kann auf die speziellen Probleme älterer Patienten nicht immer eingehen. „Wir haben Wartelisten und können nicht alle Patienten, die zu uns wollen, versorgen“, sagt Hessing-Direktor Markus Funk. Dabei sei die Reha für ältere Menschen eine zentrale Weichenstellung: „Hier entscheidet sich oft, wie es nach einer Erkrankung in der letzten Lebensphase weitergeht: Kann jemand wieder nach Hause zurückkehren oder geht es dauerhaft in eine Einrichtung?“, sagt Funk. Wichtig, so Simone Reinalter, Leiterin der Klinik für Geri-atrische Rehabilitation, sei, dass die Reha möglichst lückenlos an die Behandlung im Krankenhaus anschließt. Das sei momentan nicht mehr gewährleistet, zumal Hessing in der Region der einzige Anbieter für geriatrische Reha ist.

Weil absehbar sei, dass der Bedarf in Zukunft noch steigen werde, habe man sich zur Erweiterung entschlossen. „Es gibt grundsätzlich mehr ältere Patienten, und die Patienten, die zu uns kommen, werden älter“, so Funk. Lag das Durchschnittsalter der Patienten vor 22 Jahren noch bei 70 Jahren, liegt der Durchschnitt heute bei über 80 Jahren. Weil ein Anbau an den Rundbau architektonisch nicht ganz einfach ist, habe man sich im ersten Schritt dazu entschlossen, die Bettenzahl in bestehenden Gebäuden zu erhöhen.

Die Räume der bisherigen orthopädischen Station im Haupthaus benötige man nicht mehr, weil die Liegedauer von Patienten zurückgegangen sei. Geplant ist die Betriebsaufnahme zum 1. April, sobald die Krankenkassen grünes Licht geben. Man sei momentan schon dabei, Personal zu suchen. „Für die meisten Stellen haben wir schon Interessenten“, sagt Funk. Pro Jahr werden in der geriatrischen Reha mehr als 2100 Patienten behandelt, 800 davon stationär. (skro)

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