Newsticker

Corona-Krise: UN-Klimakonferenz wird verschoben
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Hier können Sie mit Marionetten den Spuren der reichen Fugger folgen

Augsburger Puppenkiste

26.05.2019

Hier können Sie mit Marionetten den Spuren der reichen Fugger folgen

Ein Handelsschiff aus der Zeit der Fugger und Welser haben die Bühnenbildner der Augsburger Puppenkiste nachgebaut. Es ist mit fünfzig Marionetten besetzt.
2 Bilder
Ein Handelsschiff aus der Zeit der Fugger und Welser haben die Bühnenbildner der Augsburger Puppenkiste nachgebaut. Es ist mit fünfzig Marionetten besetzt.
Bild: Ulrich Wagner

Die Augsburger Puppenkiste reist in ihrer neuen Ausstellung entlang der Handelsrouten der Fugger. Die Helden begegnen dort allerlei kuriosen Gesellen.

Das ist mal eine pfiffige Idee: Die Augsburger Puppenkiste begibt sich auf die internationalen Handelswege der Fugger und reist dabei in alle Himmelsrichtungen. Doch sie sammelt in den Städten nicht Silber, Kupfer, Gewürze oder Tuche ein, wie es einst die Kaufleute taten. Sie besucht die Figurentheater der Städte – oder besser: Sie holt sie sich in ihr Museum „Die Kiste“.

Auf den Handelsrouten der Fugger

Leizpig, Schwäbisch Hall, Nürnberg und andere Städte aus Deutschland, Österreich und Italien steuerten Figuren für diese Sonderausstellung über die Handelswege der Fugger bei. Zu sehen bekommen die Besucher die urigsten Gestalten: den mausohrigen Eichzahn, eine Sagengestalt aus Tirol, den schlauen Pistacik aus der Slowakei, der sich die Liebste nicht ausspannen lässt, den großen Arzt Paracelsus, der einen Bergknappen wieder heilt, aus Nürnberg Olaf den Elch, der sich das Geweih zur Hälfte abgebrochen hat und nur noch beim einäugigen Weihnachtsmann mitfahren darf; den biederen Tünnes und den schlitzohrigen Schäl, zwei Witzfiguren aus Köln, oder die verwegene Besatzung der Kogge der Gestrandeten aus Lübeck.

Die Augsburger Puppenkiste reist in ihrer neuen Ausstellung entlang der Handelsrouten der Fugger. Dort begegnen die Helden  kuriosen Gesellen. Die Besucher können einiges lernen.
16 Bilder
Puppenkiste: Mit Marionetten auf den Spuren der Fugger
Bild: Ulrich Wagner

Im schummrigen Bergwerk fördern die sieben Zwerge von Schneewittchen die funkelnden Erze zutage und ein indischer Puppenbauer hat sogar die Gewürze des Kontinents fantasievoll in lebensgroßen Spielfiguren verkörpert. Zu erzählen haben sie nicht nur von ihren Küchengeheimnissen, sondern auch davon, wie begehrt sie bei den Kaufleuten aus Europa waren. Nicht von ungefähr hießen die auch „Pfeffersäcke“.

Augsburger Puppenkiste schickt Schiff los

Die Puppenkiste selbst schickt ein bauchiges Handelsschiff voll mit Marionetten ins berühmte Plastikfolienmeer, das so viele Fans noch von den frühen Fernsehverfilmungen kennen. Lord Schmetterhemd und die Museumsratten, Ping Pinguin und die Krake, Auswanderer und Adelige bevölkern zwischen Fässern, Ballen und Säcken mit dem Fugger’schen Dreizack die Decks.

Locker streut die Puppenkiste viel Sachinformation in die Ausstellung ein. Über das vor Holland gehobene Schiffswrack mit Fugger’schem Kupfer, die Hutmacherkrankheit, die vom Quecksilber kam, über das Barchent, gefertigt aus Leinen und Baumwolle, bis zum Viertelzentner, den die Spanier mit dem @ wie „Aruba“ bezeichneten.

Augsburger Puppenkiste Spitalgasse 15, 0821/4503450, www.puppenkiste.com; Dienstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr. Laufzeit bis 3. November. Im Begleitprogramm sind Kinder zu Workshops eingeladen, sie lernen historische Tänze, arbeiten mit Textilien. Das Stück „Jakob Fugger Consulting“ wird gezeigt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren