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15.01.2015

Hier tanzt am Samstag die Stadt

3000 Gäste werden zum Opernball im Großen Haus erwartet. Sie alle feiern ein Künstlerfest

Seit Montag wird das Theater umgebaut. Mit der Sanierung, die bald kommen soll, hat das jedoch nichts zu tun: Das Haus wirft sich für den Opernball in Schale.

Hinter dieser einen glanzvollen Nacht stecken Monate voller Arbeit: Vergangenen März hat das Team um Ausstattungsleiter Wolfgang Buchner mit der Vorbereitung begonnen. Das Motto war laut Organisator Philipp Peters zwar schnell gefunden: Moulin Rouge – ein Künstlerfest. Es umzusetzen, ist aber eine andere Sache. Buchner hat sie, sagt er augenzwinkernd, mal wieder viel Hirnschmalz gekostet.

„In ganz Europa wurden Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts Künstlerfeste gefeiert. In München, in Wien, in Paris hatte man eigene Häuser, die dazu fein dekoriert wurden“, sagt Buchner. An diese Tradition will das Theater anknüpfen: „Wir würdigen mit dem Ball, was damals künstlerisch in Europa entstand. Und wir erweisen nicht nur unseren Gästen die Ehre, sondern auch allen Künstlern hinter und vor den Kulissen. Sie sollen in der Stadt Anerkennung finden.“

Im Zuschauerraum wurden Anfang der Woche die Stühle ausgebaut. Eine Spedition hat sie mitgenommen und zwischengelagert. Danach wurde ein neuer Boden eingezogen, um den Zuschauerraum auf Bühnenniveau zu heben.

Die rund 3000 Gäste genießen beim Opernball Einblicke, die ihnen sonst verwehrt bleiben: Getanzt und gesessen wird auf Bühne und Hinterbühne und wer den Blick nach oben richtet, kann hoch über sich die ausgeklügelte Theatertechnik sehen. Zwar werden viele Wände mit großformatigen Bildern verkleidet. Alle technischen Vorrichtungen kann das Theater-Team aber nicht „verstecken“ – und das will es auch gar nicht. Denn genau das macht ja den Reiz dieses Abends aus.

Das Fest am Samstag ist der 15. Opernball im Großen Haus. Der Umzug von der Kongresshalle an den Kennedyplatz war lange intensiv diskutiert worden: Wäre es überhaupt machbar, das ganze Haus innerhalb einer Woche umzukrempeln? Wo sollten die vielen Menschen sitzen und tanzen? Intendant Ulrich Peters und Wolfgang Buchner setzten ihre Idee damals einfach irgendwie um. Inzwischen ist der Ball ein Plus-Geschäft: Er ist meist binnen weniger Stunden ausverkauft.

Philipp Peters ist recht zufrieden mit den Vorbereitungen: „Alles geht inzwischen sehr schnell und routiniert.“ Ein wenig Lampenfieber bleibt dennoch – bei ihm, bei den Künstlern, die für die einstündige Bühnenshow proben, bei Intendantin Juliane Votteler... Aber was wäre ein Künstlerfest auch ohne Lampenfieber? Nicole Prestle

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