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Arbeitsmarkt

17.06.2019

Hilfe zum Start ins Berufsleben

Das Jubag ist jetzt am Leonhardsberg untergebracht.
Bild: Oliver Wolff

Lange tourte die Jugendberufsagentur per Bus durch die Stadt. Jetzt wurde sie sesshaft

Jugendliche haben derzeit gute Chancen am Arbeitsmarkt. Viele Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt, doch manche Jugendliche tun sich dennoch schwer, einen Job zu finden. Für sie hat die Jugendberufsagentur (Jubag) am Leonhardsberg 3 nun ein Beratungscafé eröffnet.

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„Jugendliche haben oft Schwellenangst beim Gang zur Behörde“, sagt Mitarbeiter Bastian Haas. Zusammen mit Kollegen von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Augsburg möchte der 33-Jährige daher in lockerer und ansprechender Atmosphäre Hilfestellungen für diejenigen geben, die Probleme bei der Jobsuche haben.

Nicht nur Kaffee und Butterbrezen stehen dabei für die jungen Gäste bereit, an den Computern können sie etwa ihre Bewerbungen schreiben und bekommen dabei Tipps von den Jubag-Mitarbeitern. „Wir zeigen den Jugendlichen beispielsweise Berufsgruppen auf, bei denen sie gute Chancen haben“, sagt Haas. Seine Kollegin Johanna Kohler erklärt, manchmal liege es nur an Kleinigkeiten, dass Arbeitgeber und Arbeitssuchender nicht zusammenkommen. „Manche wissen nicht, was ein Gesundheitszeugnis oder eine Sozialversicherungsnummer ist und wo sie diese bekommen.“ Viele Jugendliche haben dazu eine Sprachbarriere oder ein schwieriges Elternhaus. „Die meisten, die zu uns kommen, gehen nicht mehr zur Schule, sind über 18 Jahre alt.“ Damit entfällt die Unterstützung durch Berufsberater, so Kohler.

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Manchmal leisten die Mitarbeiter der Jubag auch Lebenshilfe für die jungen Menschen. Es komme immer wieder vor, dass sich ein Azubi mit seinem Chef zerstritten hat. In solchen Fällen wird versucht zu vermitteln. Wohnen, Schwangerschaft, Mobbing oder Straffälligkeit seien ebenso häufig Problemfelder. 112 Gespräche hat das Team im Monat Mai mit Jugendlichen geführt.

Lange war das Angebot nur mobil verfügbar, jetzt wurde man am Leonhardsberg sesshaft. Das begrüßt auch Staatssekretärin Carolina Trautner: „Die Jugendarbeitslosigkeit in Bayern liegt bei 2,2 Prozent, der Fachkräftemangel ist weiterhin hoch. Einrichtungen wie das Jubag-Café sind daher ideal, um Jugendliche mit Unternehmen zu matchen.“

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