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Auszeichnung

09.11.2019

IG Metall ehrt Erwin Helmer

Erwin Helmer

Betriebsseelsorger hat in schweren Zeiten ein offenes Ohr

In Gedenken an ihren ersten Vorsitzenden nach dem Krieg vergibt die IG Metall Augsburg jedes Jahr den Otto-Brenner-Preis. Jetzt wurde damit der Diakon und Betriebsseelsorger Erwin Helmer für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt er sich für die Belange von Beschäftigten ein, neun Jahre war er Leiter der Betriebsseelsorge in Augsburg. „Erwin Helmer war und ist immer da, wenn die Menschen ihn brauchen.

Ob bei Tarifauseinandersetzungen, Betriebsschließungen wie bei Led-vance oder wenn es um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in Leiharbeit geht“, heißt es aus der IG Metall. Dabei scheute Helmer auch nie die Öffentlichkeit, so war er zum Beispiel in der Sendung „Hart aber fair zu Gast“ und sprach sich für eine Stärkung der Betriebsräte aus.

Erwin Helmer selbst sieht den Otto-Brenner-Preis als „eine große Ehre, für mich und für die ganze Betriebsseelsorge“. Als Betriebsseelsorger sei es ihm immer wichtig gewesen, solidarisch an der Seite der Menschen zu stehen, gerade in schwierigen Zeiten wie bei Betriebsschließungen und Entlassungen. Auch Betriebsräte und deren Vorsitzende seien immer dankbar um seine Unterstützung gewesen.

„Gerade wenn sie vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden, ist es wichtig, dass sie nicht nur juristisch, sondern auch von der Seelsorge begleitet werden“, sagt Helmer zu diesem Thema. Betriebsrat und Gewerkschaft sieht der 66-Jährige als „Verbündete“, weil auch sie sich – wie er als Diakon – für Nächstenliebe und Menschlichkeit in der „knallharten“ Arbeitswelt einsetzen. (leop)

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