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Kirche

14.01.2019

„Ich mag das Schwäbische und die Schwaben“

Bezeugt von Landessynodalpräsidentin Annekathrin Preidel wurde Axel Piper (Mitte) von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ins Amt eingeführt.
Bild: Annette Zoepf

Der neue evangelische Regionalbischof Axel Piper ist feierlich ins Amt eingeführt worden. An eines muss er sich noch gewöhnen

„Bist Du bereit, den Dienst des Regionalbischofs in Schwaben zu übernehmen und mit allen im Kirchenkreis Augsburg zusammenzuarbeiten?“Auf die Frage von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gab der evangelische Theologe Axel Piper am Sonntagnachmittag in der voll besetzten Ulrichskirche spontan die Antwort: „Ja, mit Gottes Hilfe!“

Zuletzt war er fünfzehn Jahre Dekan in Weilheim, nun freut sich der 59-Jährige auf seinen Neuanfang in Augsburg. Er brauche dafür auch weit weniger Mut, denn er kenne Lindau, das Allgäu und das Ries bereits. „Ich mag das Schwäbische und die Schwaben“, bekannte er in seiner Predigt. Nur an den gestärkten, gefältelten Augsburger Pfarrerkragen „werde ich mich noch gewöhnen müssen“. Piper räumte ein, dass ihm das Abschiednehmen aus Weilheim Wehmut bereitet habe und dass „bei jedem Neubeginn auch rückwärtsgerichtete Kräfte an einem zerren“. Mit dem Evangelium von der Taufe Jesu ermutigte er sich selber: „Lass es jetzt zu!“ Denn „zulassen ist das Gegenteil von sich treiben lassen, es hat mit Leidenschaft zu tun, mit Mut und Aufbruch“.

An seinem Einführungsgottesdienst, den das Bayerische Fernsehen live übertrug, beteiligten sich Vertreter aus allen sieben schwäbischen Dekanaten, außerdem der Landeskirchenrat und der katholische Bischof Konrad Zdarsa, der darum bat, dass die Kirchen sich einander ökumenisch ergänzen. Lara Bernhardt, Kai Mahrle und Kevin Gerster von der jungen Kirche Lindau erzählten, welche Neuaufbrüche sie nach dem Abitur unternahmen. Der Posaunenchor aus Nördlingen, der Madrigalchor bei St. Anna und Organist Wolfgang Kärner schufen musikalisch eine ebenso feierliche wie beschwingte Stimmung.

Landesbischof Bedford-Strohm stellte Axel Piper als einen begabten Pfarrer und Prediger vor. Kraftvoll und von eigenen Erfahrungen gesättigt verkünde er Gottes Wort, „er mag die Menschen und strahlt die Liebe Gottes im Kontakt mit ihnen aus“. Man könne dem Kirchenkreis nur gratulieren zu diesem Regionalbischof. Die Ernennungsurkunde verlas die Präsidentin der bayerischen Landessynode, Annekathrin Preidel. Piper, so hieß es darin, „wird verpflichtet, sein Amt als Oberkirchenrat im Kirchenkreis Augsburg und als Mitglied des Landeskirchenrats in Gehorsam gegen Gottes Wort gewissenhaft zu führen“. Dazu segnete ihn der Landesbischof und wünschte ihm Kühnheit des Glaubens, Klugheit, Treue, Lust und Liebe. Zur Bestätigung überreichte Bedford-Strohm dann das Amtskreuz an Axel Piper.

Der Kirchenkreis erstreckt sich vom Allgäu bis ins Donau-Ries. In seinen 156 Kirchengemeinden leben rund 266000 Protestanten.

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