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Augsburg

29.10.2015

Ihm entkam kein Mörder: Augsburgs Kripo-Chef hört auf

Er war 14 Jahre Kripochef in Augsburg: Klaus Bayerl.
Bild: Silvio Wyszengrad

In seiner Zeit als Chef der Augsburger Kripo blieb kein Mord ungeklärt, jetzt geht Klaus Bayerl in den Ruhestand. Ein Nachfolger steht fest.

In seiner Ära als Kripo-Chef in Augsburg wurden alle Morde aufgeklärt, jetzt geht er in den Ruhestand: Klaus Bayerl, 60, wird in der kommenden Woche verabschiedet. Ein Nachfolger steht inzwischen fest: Neuer Chef der Augsburger Ermittler wird Gerhard Zintl, 55.

Klaus Bayerl stand seit Mitte 2001 an der Spitze der Augsburger Kripo. Es ist mit rund 200 Mitarbeitern die größte Kriminalpolizeiinspektion in Bayern. Sie ist zuständig für die Stadt Augsburg und die Kreise Augsburg und Aichach-Friedberg. In seine Zeit als Kripo-Chef fielen schwere Verbrechen wie der Mord an der zwölfjährigen Vanessa in Gersthofen, ein Fünffach-Mord in Augsburg, den ein Vater an seiner Familie beging, und der Mord am Polizeibeamten Mathias Vieth. All diese Verbrechen, bei denen Klaus Bayerl auch die Sonderkommissionen leitete, wurden aufgeklärt.

Bayerl ist auch Chef einer Kripo-Rockband

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Bayerl, der in Landsberg lebt, war nicht nur Kripo-Chef, sondern auch Chef einer vierköpfigen Rockband aus Augsburger Kripobeamten. Die Band mit dem Namen „Fingerprints“ hatte erst Anfang der Woche einen Auftritt bei der Eröffnung der neuen Justizvollzugsanstalt in Gablingen bei Augsburg. Dort spielten die Kripo-Rocker – passend zum Anlass – den „Jailhouse-Rock“ (englisch für Gefängnis-Rock) von Elvis Presley.

Bayerls Nachfolger Gerhard Zintl war zuletzt beim bayerischen Innenministerium tätig und leitete dort den Sachbereich für Verbrechensbekämpfung. Zuvor war unter anderem beim Landeskriminalamt. Dort leitete er auch eine 50-köpfige Soko, die den Messerangriff auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl untersuchte. Gerhard Zintl wohnt zwischen München und Augsburg – sein Weg zur Arbeit wird damit nicht länger als bisher.

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