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Blaulichtreport

10.02.2019

Illegale Autorennen und ein nackter Pöbler

Die Polizei hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Menschen randalierten, sie lieferten sich Autorennen - oder zogen sich nackt aus.
Bild: Alexander Kaya

Die Polizei wurde am Wochenende zu mehreren kuriosen Einsätzen gerufen. Auch Alkohol spielte eine Rolle.

Vielleicht lag es am frühlingshaften Wetter, vielleicht war es nur ein verrücktes Wochenende. Die Polizei jedenfalls hatte in den vergangenen beiden Tagen gleich mehrere skurrile Einsätze. Eine Übersicht:

Randalierer zieht sich nackt aus Es war noch früh am Sonntag, als ein 36-Jähriger am Leonhardsberg ausflippte. Der Mann hatte sich gegen 2.20 Uhr vor einer Kneipe in Gegenwart mehrerer Frauen demonstrativ in den Schritt gefasst. Das Sicherheitspersonal forderte ihn auf, damit aufzuhören. Daraufhin verlor der 36-Jährige völlig die Fassung: Er rannte laut schreiend auf die Fahrbahn und zog sich trotz der frostigen Temperaturen splitternackt aus. Der Security-Mitarbeiter konnte den tobenden Mann bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Der 36-Jährige war stark alkoholisiert, einen freiwilligen Atemalkoholtest konnte er nicht mehr mitmachen. Laut Polizei musste er zu seiner eigenen Sicherheit in Gewahrsam genommen werden.

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Fahrerflucht mit über 100 Sachen Erst fuhr er unsicher, dann hatte er es plötzlich eilig: Einer Zivilstreife fiel am Freitagnacht gegen 23.20 Uhr ein schwarzer Audi A6 in der Haunstetter Straße wegen seiner unsicheren Fahrweise auf. Doch als die Polizei aufschließen wollte, beschleunigte der Fahrer und flüchtete über die Haunstetter Straße stadteinwärts – mit weit über 100 Stundenkilometern. Nachdem er von der Rumplerstraße in die Dornierstraße abgebogen war, bremste er ab. Sowohl er als auch sein Beifahrer sprangen aus dem noch langsam rollenden Fahrzeug und flüchteten in verschiedene Richtungen.

Der Pkw rollte laut Polizei unkontrolliert weiter und stieß gegen einen Betonpoller, der aus der Verankerung gerissen wurde. Die Beamten nahmen zu Fuß die Verfolgung des Fahrers auf und sahen ihn in ein Mehrparteienhaus im Univiertel flüchten. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei ihm um einen 42-jährigen Mann aus dem Univiertel handelt. Er hat keinen gültigen Führerschein, das Auto war auf seine Ehefrau zugelassen. Ob dies der Grund für die Flucht war, wird nun ermittelt. Der Audi A6 wies am Fahrzeugheck sowie am hinteren rechten Reifen frische Unfallschäden auf, die laut Polizei nicht mit dem Zusammenstoß mit dem Betonpoller in Einklang zu bringen sind. Zeugen werden gebeten, sich unter 0821/323-2710 zu melden.

Mit quietschenden Reifen an der Ampel losgefahren

Autorennen mitten in Augsburg Der 3er BMW beschleunigte mit quietschenden Reifen. Was der Fahrer nicht bemerkte ist, dass er dabei einer Polizeistreife auffiel. Es war am Sonntag gegen 2.10 Uhr, als der BMW-Fahrer in der Heinrich-von-Buz-Straße auf in Richtung Sebstianstraße losraste. Dabei erreichte das Auto laut Polizei eine Geschwindigkeit von rund 100 Stundenkilometern. An der Kreuzung Sebastianstraße und Stadtbachstraße lieferte sich der Fahrer beim Umschalten auf Grünlicht ein Beschleunigungsrennen mit einem neben ihm stehenden Fahrzeug.

Beide Pkw beschleunigten laut Polizei mit Vollgas und bogen auf die Stadtbachstraße in Richtung Lechhausen ab. Kurz darauf konnte die Polizei den BMW anhalten. Am Steuer saß ein 20-jähriger Mann, der als Begründung für sein Fahrverhalten angab, vom neben ihm stehenden Fahrer provoziert worden zu sein. Mit ihm im Auto saß die 20-jährige Halterin des BMW. Der zweite Wagen fuhr inzwischen in Richtung Lechhausen davon. Die Einsatzkräfte nahmen noch vor Ort Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Augsburg auf, die wegen des Tatverdachts der Beteiligung an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen die Beschlagnahmung des BMW anordnete. Die weiteren Ermittlungen richten auch gegen den bislang unbekannten zweiten Beteiligten des Rennens. Wer etwas von dem Vorfall mitbekommen hat, kann sich unter 0821/323-2110 bei der Polizeiinspektion Augsburg-Mitte melden.

Mann spuckt vor den Augen der Polizei einen Fußgänger an 

Streit vor dem Fast-Food-Restaurant Sie wollten sich einen Burger holen, stattdessen wurden sie angepöbelt: Ein 38-jähriger Mann belästigte am Freitag gegen 20.30 Uhr Kunden eines Fast-Food-Lokals am Königsplatz. Eine 53-jährige Angestellte forderte den Mann deshalb auf, den Eingangsbereich zu verlassen. Dies wollte er aber nicht akzeptieren: Er schlug der Frau mit der Faust gegen den Oberkörper und flüchtete in Richtung Bahnhofstraße. Polizeibeamte spürten den Beschuldigten gegen 21.15 Uhr in der Konrad-Adenauer-Allee auf. Während sie seine Personalien aufnahmen, spuckte der Beschuldigte einem vorbeikommenden Jugendlichen auf die Jacke. Dennoch durfte der nur leicht alkoholisierte Mann seinen Weg zunächst fortsetzen.

Einige Stunden später ging gegen 4.30 Uhr bei der Polizei die Mitteilung über einen randalierenden Mann in der Maximilianstraße ein. Es hieß, er zerschneide mit einem abgebrochenen Flaschenhals die Hülle eines Sonnenschirms und schlage auf ein geparktes Auto ein. Vor Ort stellte die Polizei fest, dass es sich erneut um den 38-Jährigen handelte. Um weitere Straftaten zu verhindern, wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Er muss sich nun wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Sachbeschädigung verantworten. (nip)

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