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10.07.2010

Impuls AG: Entscheidung rückt näher

Die Augsburger Staatsanwaltschaft wird schon bald entscheiden, wie sie das Fehlverhalten der Firma Impuls AG juristisch bewertet. Es geht um den Vorwurf der "Scheinselbstständigkeit". Für Mitarbeiter waren Sozialabgaben nicht ordnungsgemäß abgeführt worden.

Die drei Vorstandsmitglieder Herbert Nißel, Jürgen Oberhofer und Klaus Wolf hatten Ende 2009 Selbstanzeige erstattet. Noch ist offen, welche Konsequenzen sie erwartet.

Denkbar ist ein Strafverfahren, das letztlich mit einer längeren Gefängnisstrafe für die Angeklagten enden könnte. Im günstigeren Fall - je nach juristischer Einschätzung der Staatsanwaltschaft - droht den Verantwortlichen ein Bußgeld in Millionenhöhe. Dies würde zumindest bedeuten, dass sie Funktionen als Vorstände im Unternehmen behalten könnten.

Matthias Nickolai, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wollte sich gestern gegenüber unserer Zeitung nicht im Detail äußern, welche Wege das Verfahren nehmen werde. Er ließ verlauten: "Unsere Ermittlungen sind weit gediehen. Mit einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft ist in nächster Zeit zu rechnen." Im Zuge dieser Ermittlungen soll es, so ist aus Justizkreisen zu hören, weitere Anzeigen gegeben haben.

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Dass sich die Impuls AG, die als Versicherungsmakler bei privaten Krankenversicherungen agiert, auf Nachzahlungen eingestellt hat, ist ein offenes Geheimnis. So sollen zehn Millionen Euro in Rücklagen gestellt worden sein.

Ermittler durchkämmten die Firmenzentrale

Der Fall war im November 2009 ins Rollen gekommen. Zunächst hatten die Ermittler die fünfstöckige Firmenzentrale in Gersthofen durchsucht.

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