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Verkehr

19.02.2015

In sieben Monaten ist es geschafft

In Höhe Zusmarshausen sind derzeit die auffälligsten Arbeiten an der A8 in Gang. Am Zusmarshauser Berg werden große Mengen Erdreich abgetragen, um die südliche Trasse tiefer zu legen. Voraussichtlich Mitte Juni soll die neue Fahrbahn in diesem Bereich betoniert werden.
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In Höhe Zusmarshausen sind derzeit die auffälligsten Arbeiten an der A8 in Gang. Am Zusmarshauser Berg werden große Mengen Erdreich abgetragen, um die südliche Trasse tiefer zu legen. Voraussichtlich Mitte Juni soll die neue Fahrbahn in diesem Bereich betoniert werden.

 75 Prozent der neuen A8 zwischen Augsburg-West und Günzburg sind fertiggestellt. 

Wenn Gianluca Beraldo und Christian Lacher am gewaltigen Bauablaufplan, der sich quer über eine Bürowand erstreckt, den Fortschritt „ihrer“ neuen Autobahn erklären, sprudelt einem Begeisterung entgegen. Die technischen und kaufmännischen Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Pansuevia können eine Erfolgsbilanz vorweisen: Vier Jahre nach dem Baubeginn im Juni 2011 sind 75 Prozent der 41 Kilometer langen Autobahn zwischen den Anschlussstellen Augsburg-West und Günzburg fertiggestellt. In gut sieben Monaten werden sie zum vertraglich besiegelten Bauende „ihre“ A 8 für den Verkehr freigeben. „Wir sind guter Hoffnung“, sagt Gianluca Beraldo, denn die Bauarbeiten schreiten in der letzten der drei Phasen gut voran. Dank milder Witterung wurden vor Weihnachten noch viele Arbeiten beendet. Weil es nicht zu kalt war, konnte bislang in allen drei Bauabschnitten betoniert werden.

In Höhe Edenbergen/Neusäß ist der Erdbau abgeschlossen, hier wird noch an Brückenbauwerken gearbeitet. Geplant sei, im April mit dem Betonieren der acht Kilometer langen südlichen Trasse zu beginnen.

Am deutlichsten ist der Fortschritt im westlich gelegenen Abschnitt Zusmarshausen zu beobachten. Jeden Tag verschwindet ein Teil des Zusmarshauser Bergs, der für die neue Trasse abgeflacht wird. Bagger graben sich in das Erdreich, hohe Böschungen entstehen durch den Geländeeinschnitt.

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Hängen gebliebene Lastwagen wird es in künftigen Wintern wohl nicht mehr geben. Die Autobahn wird gerader und flacher. Der Bereich um die Anschlussstelle Zusmarshausen bringt mit dem Fluss Zusam und insgesamt sechs Ingenieurbauwerken wie Brücken oder Unterführungen planerische Herausforderungen mit sich. Im nahen Besucherzentrum im Ortsteil Wollbach wird sich heute Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt über den Stand der Arbeiten für den sechsstreifigen Ausbau informieren und die Großbaustelle besichtigen.

Derzeit wird mit der Regierung von Schwaben ein Sperrkonzept erarbeitet, damit die neuen Überführungen für die Bundesstraße 10 (Günzburg-Neusäß) und die Staatsstraße 2027 (Zusmarshausen-Wertingen) in Betrieb genommen und die provisorischen Bauwerke abgerissen werden können. In beiden Fällen ist mit einer getrennten Sperrung von jeweils gut acht Wochen zu rechnen – die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Die neue Betonfahrbahn entsteht dort ab Mitte Juni.

Als eine der letzten Baumaßnahmen wird im Abschnitt Burgau die weiter westlich verlegte Anschlussstelle vollendet. Ende 2014 wurden im Bereich der Autobahnraststätte Burgauer See Abschnitte der neuen Fahrbahn betoniert. Die Raststätte schließt Anfang März für einen Neubau. Mitte Mai werden die verbliebenen Kilometer betoniert.

Ein positives Fazit für den bisherigen Winterdienst der Pansuevia zieht Betriebsdienstleiter Stefan Schmid: Seit 8. Dezember wurden etwa 1900 Tonnen Salz und 900 Tonnen Salzsole gestreut. Die Autofahrer sollten sich dennoch auf die winterlichen Straßenverhältnisse einstellen und bei Schnee sowie Eis unbedingt vorsichtiger fahren.

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