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24.03.2015

Inneres Erleben

Brigitte Heintze stellt neue Arbeiten in Stadtbergen aus.
Bild: Florian Rußler

Arbeiten von Brigitte Heintze in Stadtbergen

Die Stadtberger Künstlerin Brigitte Heintze (geb. 1949) in einer einzigen Kunstrichtung zu „verorten“ ist nicht möglich, obwohl konkrete Orte zu ihren Themen auf Zeichnungen, Radierungen oder Collagen gehören. In ihrer Schau im Foyer des Stadtberger Rathauses nimmt die Künstlerin den Betrachter in „Innere Räume“, in ihre verbildlichte Gefühlswelt mit.

Von den auf jeder Arbeit erkennbaren Formgefügen lässt sich federnde Leichtigkeit, aber durchaus auch ein Anflug von Schwermut ablesen. Typisch für Brigitte Heintzes künstlerischen Zugriff sind dabei die sich in Bündeln treffenden, oft zu Kreisen schließenden Linien und die geometrischen Auflösungen. Erstmals treffen sich in diesem Bildzyklus die Elementarteilchen aus dem Repertoire ihres Zeichen-Alphabetes auf lichten Blaugrund und auf noch jungfräulichem Papier. Denn: Normalerweise gehört zum Arbeitsprozess der Künstlerin, dass sie ein- oder mehrfach benutztes Material für ihre Neukompositionen verwendet. Gern überzeichnet sie eine Radierung, erzählt mittels Aquarelltechnik über einem Schwarz-Weiß-Foto eine neue, andere Geschichte, wobei durch jedes Blatt ihr inneres Erleben schimmert.

Zu Brigitte Heintze gehört auch das weite Reisen, sei es nach China oder Südamerika. „Gelo e Isca“ heißt in dieser Präsentation eine zweite, mit kitschig angehauchter Farbgebung unterlegte Serie. „In Brasilien erscheint irgendwann alles nur rosa“, sagt Heintze. Stilisiert tanzende Fische und hängende Palmen erzählen davon, dass sich unter das Rosa auch eine zarte Tristesse mischt. Und schließlich greift in „Gelo e Isca“ das Heintze-Prinzip, das an einem konkreten Ausgangspunkt wie einer Fotografie, einem Schriftzug beginnend die ursprünglichen Zusammenhänge zwar erahnen lassen, aber von der Künstlerin durch einen Mix aus Material und Erinnerungen subjektiv erweitert wird.

Mo., Di., Do. 8.30 bis 12 Uhr, Mi. 7.30 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Laufzeit bis 20. April

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