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25.06.2007

"Irgendwie beschädigt"

Herr Präsident, warum durfte kein studentischer Protest bei der Einweihungsfeier stattfinden?

Schurk: Wir wurden am Abend vor dem Festakt benachrichtigt, dass an der Uni Flugblätter des Aktionsbündnisses Contra kursieren mit der Schlagzeile: "Goppel kommt! Du auch!" Darin wurde der Festakt wurde ausgegeben als "eine Gelegenheit, ihm zu sagen, was du von seiner Politik und den Gebühren hältst". Das war nicht mit uns abgesprochen. Wir hätten den Studenten erklärt, dass wir für ihr Anliegen Verständnis hätten, dass jedoch die Einweihung unseres Neubaus nicht die geeignete Gelegenheit wäre.

Das war Anlass für die Hochschulleitung, die Polizei ins Haus zu holen?

Schurk: Aus Gründen des Personenschutzes mussten wir die Polizei informieren.

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Es gab also keine Absprachen mit der Polizei, wer bis wohin aufs Gelände der Fachhochschule gehen darf?

Schurk: Am Freitag wurde vor Ort mit der Polizei und den Demonstranten vereinbart, auf unserem Gelände - außerhalb des Gebäudes - friedlich zu demonstrieren. Trotz dieser Vereinbarung sind die Uni-Studenten in das Gebäude und sogar in den Hörsaal eingedrungen und haben die Veranstaltung gestört.

Hätten Sie im Hörsaal deeskalierend auf die Protestierer einwirken können?

Schurk: Dies haben wir versucht. Als wir den Festakt begonnen hatte, wurden die Demonstranten sehr laut. Darauf bot ich ihnen an, gleich im Anschluss über ihr Anliegen zu diskutieren. Den Gästen des Festaktes, Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft, wäre es nicht zu vermitteln gewesen, die Tagesordnung vollständig zu verändern.

Wurden Studenten aufgeklärt, dass sie das Gebäude nicht betreten sollten?

Ja, sie wurden darüber informiert, bevor sie in das Gebäude eingedrungen sind. Sie wurden mehrfach aufgefordert, den Hörsaal zu verlassen, der Bitte sind sie leider nicht nachgekommen.

Hatten Sie den Eindruck, die Polizei sei unverhältnismäßig hart gegen die Protestierenden vorgegangen?

Schurk: Aus meiner Sicht hat die Polizei der Situation angepasst reagiert. Sie hat uns geholfen, unser Hausrecht auszuüben, da wir für unsere Gäste verantwortlich sind.

Fürchten Sie, dass das Ansehen der Fachhochschule durch diesen Zwischenfall beschädigt worden ist?

Schurk: Irgendwie schon. Das ist schade. Der Freistaat hat viel Geld investiert in ein schönes Hochschulgebäude, in dem sich trotz gewisser Unzulänglichkeiten unsere Studierenden gut ausbilden können. Nun kommt ein negativer Touch hinein, der mit der FH nichts zu tun hat. Wir bemühen uns, alles wieder auf die Reihe zu bekommen. (loi)

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