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19.03.2009

Italienisch lernen mit Gigi

Augsburg (jenb/mmm) - Gigi, eine italienische Maus, will heute mit ihren Freunden aus dem Kindergarten einen italienischen Kaffee zubereiten. Zusammen mit der Erzieherin, die die kleine Plüschmaus in der Hand hält, stimmt sie daher das Lied "Il caffè della peppina" an. Alle Kinder singen lauthals mit - auf Italienisch. Eine erstaunliche Leistung, denn nicht für alle von ihnen ist Italienisch die Muttersprache.

Bessere Grundlage für die deutsche Sprache

Ungefähr in dieser Art kann man sich das Sonderprojekt Integration (kurz SPRINT) in der Praxis vorstellen. Im Rahmen von SPRINT werden italienische Kinder im Kindergarten und der Grundschule in ihrer Muttersprache gefördert. Dadurch soll eine bessere Grundlage für den Erwerb der deutschen Sprache gelegt werden. Unter dem Motto "Italienisch als Begegnungssprache" erhalten aber auch interessierte Kinder anderer Herkunft die Möglichkeit, erste Italienischkenntnisse zu erwerben.

Das Besondere an SPRINT ist, dass es vom italienischen Ministerium für Arbeit und soziale Fürsorge finanziert wird. Anlass für dieses Engagement sind alarmierende Zahlen bei Kindern italienischer Einwanderer: Laut einer Studie gehen nur etwa zehn Prozent von ihnen auf ein Gymnasium, fast 50 Prozent besuchen die Hauptschule. Damit gehören sie zu den Migranten mit dem geringsten Schulerfolg in Deutschland.

Italienisch lernen mit Gigi

Das Ziel von SPRINT ist es, diese Umstände in Kooperation mit der Universität Mailand zu untersuchen und eine bessere schulische und berufliche Integration italienischer Kinder in Deutschland zu erreichen.

In Augsburg wird, in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund und der Stadt, bereits an sechs städtischen Kindertagesstätten "geSPRINTet": in der Immelmannstraße (Hochfeld), Schönbachstraße, Eichlerstraße, Fabrikstraße (Göggingen), Bleicherbreite und im Remshartgässchen. Zudem beteiligt sich die Volksschule St. Max an dem Projekt.

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