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11.09.2007

JU-Chef geht auf Distanz zu OB-Kandidat Gribl

Die Debatte über die Wirtschaftspolitik läuft - auch in der CSU. Während der parteilose OB-Kandidat Kurt Gribl davon spricht, "dass die Politik der SPD unsere Stadt in Abgründe führen wird, die sich niemand vorstellen mag", fällt die Kritik von JU-Chef und Volker Ullrich deutlich moderater aus. Er sagt: "Die Debatte darf nicht dazu führen, dass übertrieben schlecht über den Wirtschaftsstandort Augsburg gesprochen wird und alles in Frage gestellt wird. Augsburg ist nach wie vor ein sehr guter Standort."

Dass OB-Kandidat Gribl die Wirtschaftspolitik in Augsburg neu aufstellen möchte, hat er stets betont. Bislang ist er aber die Antwort schuldig geblieben, was genau er verändern möchte. Jetzt ist zumindest klar, wann Gribl mit seinem Konzept an die Öffentlichkeit geht: am Freitag, 21. September. Dann geht es auch darum, welche Pläne er für und mit der Augsburg AG hat.

Durch das Ergebnis des Städterankings, das Augsburg vor allem bei der Dynamik schlechte Noten ausstellt, sieht sich Gribl in seinem Denken bestätigt: "Nur der gesunden Eigendynamik unserer großen und kleinen Unternehmen ist es zu verdanken, dass wir noch im Mittelfeld stehen." Die Studie markiere "einen beständigen Niedergang des Wirtschaftsstandortes Augsburg". Wie berichtet, liegt Augsburg unter 50 deutschen Großstädten auf dem 23. Platz, Tendenz fallend.

Für Volker Ullrich ist die Schuld daran aber nicht ausschließlich bei der Augsburg AG zu suchen: "Die AG mit den Schwerpunkten Messe- und Kongresswesen sowie Auslandsbeziehungen macht einen guten Job." Das Instrument einer privatwirtschaftlich geführten Wirtschaftsförderung habe sich bewährt, so Ullrich.

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Allerdings müsste die AG anders aufgestellt sein, sagt der Chef der Jungen Union (JU). Auch die Zuständigkeiten für Liegenschaften und Ansiedelungen müssten der Augsburg AG übertragen werden.

Ullrich prangert die Arbeit von Wirtschaftsdirektor Karl Bayerle an, der das Direktorium II führt. Es ist das Amt bei der Stadtverwaltung, das sich um Wirtschaftsthemen kümmert. "Hier liegen die tatsächlichen Schwachpunkte der städtischen Wirtschaftsförderung", behauptet Ullrich.

Die Einordnung der Augsburg AG stellt die CSU auch vor ein internes Problem. Einer ihrer Spitzenleute arbeitet für die AG: Kreischef Tobias Schley hat Anfang des Monats seine neue Stelle bei der Augsburg AG angetreten. (möh)

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