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Karriere

20.03.2017

Jetzt einen Ausbildungsplatz suchen

Am Stand der BMK Group erklärt Boris Kister (rechts) Andreas Gerhard das Löten auf einer Platine. Rund 11000 Schüler, Jugendliche und Eltern kamen am Samstag zur Fit for Job auf das Messegelände und informierten sich dort.
Bild: Silvio Wyszengrad

Experten der schwäbischen Kammern geben Tipps für Jugendliche. Oberbürgermeister Kurt Gribl verrät, warum er früher in einen ganz anderen Beruf wollte

Große Firmen stellen Auszubildende immer früher im Jahr ein. Diesen Trend sieht Oliver Heckemann von der Industrie und Handelskammer Schwaben. Der Experte empfiehlt jungen Interessenten, sich jetzt schon bei Unternehmen umzusehen, wenn sie im Herbst eine Ausbildung in ihrem Wunschberuf beginnen wollen. In der Lehrstellenbörse der IHK seien derzeit rund 1000 Angebote gelistet.

Kontakte zu Firmen knüpfen, den passenden Arbeitgeber suchen – dazu war am Samstag Gelegenheit, und zwar bei der Berufsinformationsmesse „Fit for Job“ der Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (Hwk). Rund 11000 Schüler, Jugendliche und Eltern kamen aufs Messegelände, um sich bei 150 Firmen aus Handel, Handwerk und Industrie umzuschauen.

Im Alter zwischen 13 und 16 ist es oft noch schwierig, herauszufinden, was man beruflich machen will. Das weiß auch IHK-Vizepräsident Christian Dierig. Wenn man so jung ist, können sich die Berufswünsche noch öfter ändern. Dierig empfiehlt Schülern deshalb, Praktika bei Firmen zu absolvieren. „So finde ich heraus, was mir Spaß macht und was für ein Mensch ich bin.“ Dierig sieht aber auch eine Bringschuld bei Unternehmen, junge Leute früh über berufliche Perspektiven zu informieren. Er fordert Firmen dazu auf, Schulpatenschaften zu übernehmen. So könne über Berufsbilder aufgeklärt werden, von denen Schüler vielleicht noch nie etwas gehört haben. Beispielsweise der Bereich der IT-Berufe spiele in Schwaben eine immer wichtigere Rolle, sagen Experten wie Heckemann.

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Im Leben kommt es beruflich oft anders, als man als junger Mensch denkt. So ging es auch Oberbürgermeister Kurt Gribl. Er wollte eigentlich Tiermediziner werden, erzählt er. Weil es mit dem Studienplatz nicht klappte, schrieb er sich stattdessen für ein Jurastudium ein. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt er im Rückblick. Gribl ist in der Landwirtschaft aufgewachsen. Er hätte sich auch eine handwerkliche Tätigkeit vorstellen können. „Man muss sich an den richtigen Beruf herantasten und hineinspüren“, empfiehlt er jungen Leuten. Dabei kann die duale Ausbildung in Schule und Betrieb eine attraktive Alternative zum Studium sein. Das betont Hwk-Hauptgeschäftsführer Siegfried Kalkbrenner. Auch im Handwerk gebe es gute Möglichkeiten, Karriere zu machen und gut zu verdienen. Wer sich nach einer Lehrstelle im Handwerk umschauen will, kann sich in der Online-Börse der Handwerkskammer informieren. Derzeit sind dort knapp 150 Ausbildungsplätze zu vergeben. „Am meisten rentiert es sich, im Mai hineinzuschauen“, sagt Anette Göllner vom Geschäftsbereich Bildung und Personal der Hwk. In der Lehrstellenbörse seien in der Regel rund 1600 Plätze schwabenweit zu finden, davon etwa 500 im Raum Augsburg.

Die beiden Kammern werben derzeit verstärkt um beruflichen Nachwuchs. Auch Neue Medien sollen helfen, damit Jugendliche auf unterhaltsame Weise nach einem Ausbildungsplatz suchen können. Die Handwerkskammer hat gerade ihre Lehrstellen-App neu und ansprechender für junge Leute gestaltet. Wer sie aufs Smartphone lädt, kann beispielsweise durch Augsburg laufen und wird dabei vom Handy über offene Lehrstellen informiert, die auf dem Weg liegen. "Seite 8

Lehrstellenbörsen

www.ihk-lehrstellenboerse.de oder www.hwk-schwaben.de/lehrstellenboerse

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