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19.06.2017

Jetzt für süße Erdbeeren im nächsten Jahr sorgen

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Beet und Blumen Und wer Zuckerhut oder Chinakohl aussät, kann bis Weihnachten gesunden Salat ernten

Augsburg Was können Gartenliebhaber und Balkonbesitzer jetzt tun, damit alles prächtig gedeiht und blüht? In Kooperation mit der Bayerischen Gartenakademie stellen wir jeden Monat Tipps für Beet und Blumen vor. Jetzt, Ende Juni, rät Gartenbauingenieurin Marianne Scheu-Helgert zu Folgendem:

Erdbeeren vermehren Freunde der süßen, roten Frucht können jetzt dafür sorgen, dass sie auch im nächsten Jahr eine gute Ernte haben. Die beste Basis dafür ist, die ertragreichsten Erdbeerpflanzen selbst zu vermehren. Das gelingt in folgenden Schritten: Die Erdbeerpflanze, die besonders süße und viele Früchte hervorgebracht sowie gesunde grüne Blätter hat, gilt es, mit einem Stäbchen zu markieren. Direkt neben diese Pflanze stellt man Tontöpfe, in die man Vermehrungserde gibt. Jetzt werden Ableger dieser Erdbeerpflanze gesucht. Den ersten nimmt man und fixiert ihn – beispielsweise mit einer Drahtschlaufe – im ersten Tontopf. Wichtig: Die Verbindung zur Mutterpflanze darf nicht gekappt werden. Erst wenn der Ableger in der Erde verwurzelt ist, muss mit einer Schere „die Nabelschnur“ zur Mutterpflanze abgeschnitten werden. Dann ist die Jungpflanze fertig und kann an einen neuen Standort gepflanzt werden. Dort ist es wichtig, die Jungpflanzen mit Kompost zu düngen.

Bei der Ernte sortiert Marianne Scheu-Helgert im Übrigen ihre Erdbeeren gleich: Die großen sind zum sofortigen Verzehr geeignet. Die kleinen, etwas krummen, kommen in den Mixer – etwa für Erdbeermilch – oder sie werden zu Marmelade eingekocht. Die kleinen, gut gewachsenen Früchte friert sie ein. Gefrorene Erdbeeren lässt Scheu-Helgert nicht vollständig auftauen, wenn sie etwa für Nachspeisen verwendet werden. Denn ihre Form behalten sie besser, wenn sie noch leicht gefroren sind.

Herbstsalate aussäen Jetzt und im Juli können nach Ansicht von Scheu-Helgert wunderbar Herbstsalate ausgesät werden. Also etwa Zuckerhut, Chinakohl oder Endivien. Zuerst kommen die Samen in Töpfen auf die Terrasse oder ins Frühbeet. Etwa drei bis vier Wochen später können sie nach Einschätzung der Gartenbauingenieurin ausgepflanzt werden. „Wer nicht voreilig im Oktober schon seine Beete umgräbt, der kann Zuckerhut, aber auch Chinakohl bis Weihnachten essen.“ Denn die Expertin beobachtet, dass – bedingt durch den Klimawandel – das Gartenjahr längst nicht mehr im Oktober oder November endet, sondern oft bis Weihnachten weitergeht. Für einzelne Raureifnächte sollte dann Gartenvlies bereitliegen.

Kräuter trocknen Jetzt ist auch die Zeit, Kräuter zu trocknen. Minze zum Beispiel lässt sich gerade bei sommerlichen Temperaturen im Schatten schnell trocknen und sie wird nicht schwarz. Minze sollte immer vor der Blüte getrocknet werden, da mit der Blüte das Aroma nachlässt.

Tipps Infos rund um Pflanzenpflege finden Sie auf der Internetseite der Bayerischen Gartenakademie:

lwg.bayern.de/gartenakademie

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