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Augsburg

23.11.2017

Jetzt geht ein Riss durchs Mauerwerk

Das alte Feuerwehrgerätehaus und die alte Schule liegen vielen Hochzollern am Herzen. Georg Demski, Ralf Bräutigam, Gregor Lang, Bürgermeister und Sozialreferent Stefan Kiefer sowie Richard Gröbner (von links) freuen sich über jeden Mitstreiter und Sponsor.
Bild: Annette Zoepf

Verein Ensemble altes Schulhaus sieht sich mit vielen „Baustellen“ konfrontiert, kann aber auf Mitstreiter zählen. Von der Handwerksarbeit bis zum Spendensammeln.

Noch lässt sich nicht erahnen, wie das Gelände zwischen Friedberger- und Grüntenstraße einmal aussehen wird. Die alte Schule, die unter der Planungshoheit des städtischen Sozialreferats zu einem Jugendtreff umgebaut werden wird, ist unberührt und das Feuerwehrgerätehaus nach einer Dacherneuerung noch eingerüstet. Der alte Handwerkerhof nebenan hingegen ist inzwischen abgerissen. Die Wohnbaugesellschaft der Stadt hatte dieses Grundstück an das Evangelische Siedlungswerk verkauft, das nach den Plänen der Stadt hier Wohnungen für junge Leute errichten wird.

Die Planungen für diese Neubauten werden sich, wie mitgeteilt wird, nach dem noch zu erstellenden Konzept des Sozialreferats richten. Der zuständige Referent Stefan Kiefer rechnet mit einem Baubeginn für 2018. Das Wohnprojekt, für den die Stadt noch einen Träger sucht, könne etwa 2019 starten.

Vor dem ersten Spritzenhaus des Augsburger Südens jedoch bestimmen Brennnesseln und Brombeeren weiterhin die Brachwiese. Die über 5000 roten Ziegel auf dem Dach verraten aber, dass sich etwas tut. „Im letzten Winter haben wir das Dach noch zu acht mit Plastikplanen sichern müssen. Das haben wir jetzt hinter uns“, berichtet Georg Demski vom Verein Ensemble Alte Schule. Außerdem wurde der Innenraum des Gebäudes nach Vorgaben des Architektenbüros Schwab mit zahlreichen Holzbalken statisch rundum gesichert. In den alten Klinkermauern sind zudem die Ausbesserungen bröseliger Fugen zu sehen.

Zurzeit bereitet den Vereinsmitgliedern die Südseite des einstöckigen Hauses Kopfzerbrechen. Mit nur eineinhalb Meter Abstand vom Gebäude haben sich hier über Jahrzehnte zwei etwa fünf Meter hohe Bäume breitgemacht. Durch die Mauer dort geht von oben bis unten ein deutlich sichtbarer, daumendicker Riss. „Wir haben schon mit Experten gesprochen. Es sind die Bäume, die das Mauerwerk verschieben. Das ist ein Riesenproblem“, erläutert der Vereinsvorsitzende Gregor Lang. Am 6. Dezember ist ein Termin mit Umweltreferent Reiner Erben anberaumt, bei dem die Vereinsmitglieder den zukünftigen Umgang mit den Bäumen diskutieren wollen.

Für die acht Fenster, deren Läden bereits abgebaut sind, gibt es inzwischen eine Sponsoring-Lösung eines Augsburger Fensterbauers. Ein weiterer Privatmann aus Hochzoll, der jedoch nicht namentlich in Erscheinung treten will, fördert zudem die Restaurierung. Das Feuerwehrgerätehaus soll das Jugendcafé in der alten Schule als Mehrzweckraum ergänzen.

„Wir können uns hier Konzerte, vielleicht einen Übungsraum und andere Veranstaltungen für die Hochzoller Jugend vorstellen“, erklärt Richard Gröbner. Der eingetragene Verein erstritt sich 2012 die Verantwortung für die Sanierung des Spritzenhauses in Eigenregie. Seitdem legen die Mitglieder selbst Hand an und kümmern sich um Spenden.

Info: Der Verein Ensemble „Alte Schule“ sucht noch Mitstreiter für das Projekt. Interessenten können sich beim Bürgertreff Hochzoll unter Telefonnummer 455750 melden.

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