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Augsburg

12.08.2017

Jetzt wird für den Flößerpark am Lech gebaggert

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Für den Wasserspielplatz wird derzeit das Lechufer abgeflacht.
Bild: Silvio Wyszengrad

Das Projekt in Lechhausen kommt in die Gänge. Die Uferabflachung ist notwendig, damit das Areal zu einem Naherholungsgebiet wird. Das soll auch die Kinder ansprechen.

Es ist ein städtisches Projekt, über das seit Langem diskutiert wird: der Flößerpark im Stadtteil Lechhausen. Es geht um ein Areal am Lechufer nahe der Ulrichsbrücke. Außer einem Sandstrand mit sechs blau-weißen Liegen war von der gewünscht hohen Aufenthaltsqualität, die die Stadt versprochen hat, allerdings wenig zu spüren. Vor allem die Diskussion über ein Lokal am Fluss, das als Hauptattraktion gilt, zog sich in die Länge. Hier steht die Stadt mittlerweile vor einer Einigung mit einem Pächter, auch wenn die Verträge noch nicht unterschrieben sind. Doch auch an anderer Stelle gibt es Bewegung. Ein Bagger ist aufgefahren. Mehrere Erdhügel sind aufgeschüttet. Das Lechufer wird an dieser Stelle abgeflacht.

Am Flößerpark entsteht ein Wasserspielplatz

Umweltreferent Reiner Erben weist auf die Bedeutung dieser Arbeit hin: "Damit ist jetzt endgültig der Startschuss gesetzt für den Bau des Flößerparks." Um Interesse zu wecken, aber auch die Neugier zu befriedigen, steht mittlerweile eine große Bautafel am Lech. "Erlebnislandschaft Flößerpark Lechhausen" steht drauf. Anschaulich wird beschrieben, was an welcher Stelle vorgesehen ist. "Mit dem jetzt begonnenen Bauabschnitt wird für die Öffentlichkeit sichtbar, wie und dass das Lechufer in Lechhausen durch Abflachung und Entfernung von Verbuschung wieder begeh- und erlebbar wird", erläutert Erben. Damit soll neben der Attraktivitätssteigerung für die Naherholung auch die bedeutende Rolle des Lechs für die Entwicklung Augsburgs sichtbar gemacht werden.

Derzeit wird an der Uferabflachung gearbeitet, die im Herbst abgeschlossen sein wird. Hier soll ein neuer Wasserspielplatz entstehen. Der Baubeginn für den Spielplatz ist dann ab Frühjahr 2018 vorgesehen. Wie schnell sich das Ganze umsetzen lässt, bleibt offen. "Der genaue Zeitplan ist aufgrund eventuell vorhandener Altlasten nicht vorhersehbar, deshalb ist ein Datum für die Inbetriebnahme derzeit nicht bekannt", sagt Erben. Es gab bereits immer wieder unliebsame Verzögerungen, die das Projekt aufhielten. Erben spricht von "umfangreiche Vorarbeiten, die das Projekt immer wieder verzögerten". Dazu zählen die Verlagerung des ursprünglich der Verwaltung nicht bekannten Glasfaserkabel der Telekom, aber auch Altlastenuntersuchungen und Rodungsarbeiten.

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Auch der Freistaat gibt Geld für den Flößerpark

Die Kosten für die Herstellung des Bauabschnittes mit Uferabflachung und Spielplatz wurden auf 560.000 Euro geschätzt. Aufgrund der nicht vorhersehbaren Altlastenthematik können die Kosten derzeit nicht genauer beziffert werden. Für die Altlastenentsorgung wurden 325.000 Euro veranschlagt. Die Mittel stehen im städtischen Doppelhaushalt 2017/2018 zur Verfügung.

Beim Ausflugslokal gibt es eine klare Präferenz. Umberto von Beck-Peccoz (Brauerei Kühbach) wird wohl als Pächter einsteigen. Die Gespräche mit der Stadt Augsburg, der das Grundstück am Flößerpark gehört, stehen nach eineinhalb Jahren vor einem erfolgreichen Abschluss. Der Pächter ist in Lechhausen auch deshalb kein Unbekannter, weil er künftig auch den Grünen Kranz betreiben wird, sofern der Neubau an zentraler Stelle in Lechhausen steht.

Bei der Finanzierung wird die Stadt vonseiten des Freistaats unterstützt. Sie erhält für das laufende Jahr 2017 über 500.000 Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm Gegenwärtig ist davon auszugehen, dass für das Projekt insgesamt 1,85 Millionen Euro aufzubringen sein werden.

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