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Jugendamt: Das Millionendesaster hinterlässt Spuren

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Kommentar Von Michael Hörmann
03.09.2018

Ein Fehler im Jugendamt kommt die Stadt teuer zu stehen. Worauf es jetzt ankommt.

Eines gilt nach wie vor: Der gravierende Fehler im städtischen Jugendamt kommt die Stadt Augsburg teuer zu stehen. Es ist und bleibt ein Millionendesaster. Dass die Schlussabrechnung die Stadt Augsburg mit einem Betrag zwischen 1,15 und 2,87 Millionen Euro belastet wird, unterstreicht die Dimension des Vorgangs. Dies muss immer wieder betont werden, weil ein derartiges Versagen einer Verwaltung nach wie vor schwer nachvollziehbar ist.

Im Amt selbst sind personelle Konsequenzen gezogen worden. Den zwei Mitarbeitern, um die es hier in erster Linie geht, wurden andere Aufgaben zugewiesen. Sie stehen aber weiter im Dienst im Stadt. Nicht wenige Beobachter sagen, dass es in der freien Wirtschaft wohl zu einer Kündigung gekommen wäre – sofern das Versagen tatsächlich nachweisbar ist.

Die Stelle des Amtsleiters im Jugendamt wird jetzt neu ausgeschrieben. Dies bietet den Verantwortlichen der Stadt die Möglichkeit, nach Monaten der Ungewissheit und einer Interimslösung klare Strukturen in dem wichtigen Amt zu schaffen. Nach der Affäre kommt dem Chef, der natürlich auch eine Frau sein kann, eine Schlüsselposition zu.

Unabhängig davon ist es jetzt an der Zeit, dieses Finanzdebakel mit den übergeordneten Stellen zu einem Abschluss zu bringen. Die Stadt kann hier keinesfalls drängen, da sie als Bittsteller auftritt. Andererseits hängt vom Ausgang der Entscheidung in Berlin wiederum einiges im laufenden Betrieb der Stadt ab. Finanzreferentin Eva Werber würde sicherlich gerne wissen wollen, welche finanzielle Belastung sie im anstehenden Doppelhaushalt 2019/2020 für den zu spät eingereichten Förderantrag ausweisen soll. Es wäre aus finanzieller Sicht das vorerst letzte Kapitel im Millionendesaster.

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