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Bildung

21.01.2015

Jugendliche werden Lesepaten für Kinder

Ein Praxis-Seminar des Anna-Gymnasiums engagiert sich in Kindergärten

Nach der Schule geht die 16-jährige Sara in den Kindergarten und schon finden sich fünf Kinder, die sich fröhlich um sie versammeln und ihr Bücher entgegenstrecken. Sara versteht sofort, Sara ist nämlich Lesepatin. „Klar lese ich das alles vor! Heute hab ich euch außerdem auch eines meiner eigenen Lieblingsbücher mitgebracht, aus dem ich euch vorlesen möchte.“ Freiwillig, im Rahmen ihres P-Seminars am Gymnasium bei St. Anna, engagiert Sara sich für Kinder. In der gymnasialen Oberstufe lernen Schüler das selbstständige Arbeiten an einem Projekt, zusammen mit einer externen Partnerorganisation oder einer Firma. Im Rahmen eines solchen P-Seminars ist es Saras Aufgabe als Lesepatin, Kindergartenkindern den Spaß am Lesen zu vermitteln und sie beim Selber-Lesen zu unterstützen. Sara liest zum Beispiel eine Zeile vor, während die Kinder sich begeistert über das Bilderbuch beugen und laut nachsprechen, was Sara ihnen vorgelesen hat. Voller Stolz auf ihre neu erworbene Lesekompetenz sind die Kinder mit Feuereifer bei der Sache.

Die Idee der „Lesepaten“ ist ein Projekt des Freiwilligenzentrums Augsburg. Die engagierten Augsburger, die ehrenamtlich an diesem Projekt teilnehmen, oft Ruheständlerinnen, aber auch Studenten, machen es sich zur Aufgabe, in Kindergärten, Horten und Grundschulen mit Kindern zu lesen und ihre Lesefähigkeit durch gezieltes Üben zu fördern und zu verbessern. Dabei werden auch zweisprachig aufwachsende Kinder sicherer in der deutschen Sprache. Speziell die Kinder mit Migrationshintergrund erhalten mithilfe der Lesepaten – nach Rücksprache mit den Eltern – eine zweisprachige Förderung im Lesen, die neben einem sichereren Sprachgebrauch beider Sprachen vor allem auch zu mehr Freude am Lesen ganz allgemein führt.

Saras Schulkollegin Natascha, die ebenfalls am Projekt beteiligt ist, kommt hierbei ihre eigene Zweisprachigkeit zugute. Sie kann den Kindern nicht nur hin und wieder auf Russisch vorlesen, sondern nimmt auch eine positive Vorbildfunktion ein, wenn es darum geht, zweisprachige Kinder in ihrem Bemühen um die deutsche Sprache zu motivieren. Lesen gilt als sehr wichtig für die sprachliche und emotionale Entwicklung von Kindern.

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