1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Junge Flüchtlinge legen sich mit der Polizei an

Augsburg

19.03.2017

Junge Flüchtlinge legen sich mit der Polizei an

Einsatz am Königsplatz: Die Polizei hat am Donnerstag am Kö in Augsburg junge Flüchtlinge kontrolliert.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archivfoto)

Bei einer Kontrolle am Augsburger Königsplatz fallen mehrere junge Flüchtlinge negativ auf. Die Polizei beobachtet die Entwicklung seit einiger Zeit mit Sorge.

Bei der Augsburger Polizei beobachtet man den Trend schon seit einigen Wochen mit Sorgen. Beamte der Innenstadt-Inspektion stellen immer wieder fest, dass sich junge Flüchtlinge an verschiedenen Plätzen in der Stadt sammeln und dort auch für Ärger sorgen. Oft gehe es um Streitigkeiten untereinander, ist aus Polizeikreisen zu hören. Was die Polizei aber auch beobachtet: Der Respekt gegenüber den Beamten lasse bei diesen Gruppen zunehmend nach. Eine Kontrollaktion am Donnerstag am Kö, bei der sich mehrere jugendliche Asylbewerber mit der Polizei anlegten, habe diesen Eindruck bestätigt, heißt es bei der Polizei.

Die Beamten wurden gegen 16 Uhr am Königsplatz von Passanten angesprochen. Sie teilten mit, dass Jugendliche in rücksichtsloser Weise Fußball spielen und dabei auch immer wieder Fußgänger anschießen würden. Ein 18-jähriger ballspielender Syrer wurde von den Beamten angesprochen. Sie untersagten ihm das Weiterspielen. Als er nach kurzer Zeit wieder damit anfing, wurde ihm der Ball abgenommen, meldet die Polizei.

25-Jähriger weigert sich, Musik leiser zu stellen

Gegen 19.45 Uhr kontrollierten Zivilbeamte im Bereich vor der McDonalds-Filiale noch eine größere Gruppe von jungen Asylbewerbern im Alter zwischen sieben und um die 20 Jahre. Das sei auch vor dem Hintergrund einer Schlägerei am Montag am Rathausplatz und einer vereitelten Massenschlägerei am Dienstag in Kriegshaber geschehen, so ein Polizeisprecher. Die Jugendlichen hatten sich wohl zum Spaß geschubst und auf dem Boden geworfen. Ein 25-jähriger Syrer hatte eine Musikbox dabei, mittels dieser der „gesamte Königsplatz“ beschallt wurde, heißt es im Polizeibericht. Weil er sich weigerte, die Musik leiser zu stellen, nahmen die Beamten ihm den Lautsprecher ab.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Polizisten erteilten dem 25-Jährigen und einem 18-Jährigen Syrer, der während der Kontrolle dauernd provoziert haben soll, einen Platzverweis. Der 18-Jährige ging aber nicht weg. Polizeisprecher Siegfried Hartmann teilt mit: „Der 18-Jährige baute sich stattdessen bedrohlich vor den Beamten auf und rief für alle Umstehenden laut und deutlich hörbar, warum er von der Polizei geschlagen werde, die Polizei dürfe ihn nicht schlagen – obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht berührt worden war.“ Weil er ankündigte, dass er nicht gehen werde, wurde er von den Beamten in den Polizeiarrest gebracht.

Mutter holt ihre Tochter erst nach TV-Film ab

Das Vorgehen der Polizei sorgte für Aufregung am Kö. Es seien weitere Personen hinzu gekommen, die mit dem 18-Jährigen sympathisierten, so die Polizei. In einiger Entfernung wurden Böller gezündet, die in Richtung der Beamten flogen, aber keinen Schaden anrichteten. Außerdem mischte sich auch eine 14-jährige Augsburgerin ein. Sie kam einem Platzverweis nicht nach, wollte zunächst nicht ihre Personalien nennen und begann, um sich zu schlagen. Eine Kuriosität am Rande: Als die Beamten die Mutter der Frau anriefen und sie aufforderten, die Tochter auf der Wache abzuholen, kam die Frau dem nicht sofort nach. Sie wollte zuerst noch einen Fernsehfilm zu Ende schauen.

Insgesamt wurden am Nachmittag bis zum Abend rund um den Königsplatz die Personalien von über 60 Personen – überwiegend von jugendlichen Asylbewerbern – festgestellt. Dabei wurden laut Polizei auch zwei kleinere Drogendelikte registriert. Bei der Polizei heißt es, man wolle die Entwicklung genau im Auge behalten. „Einige junge Flüchtlinge sind jetzt schon länger hier und haben bemerkt, dass die Polizei anders vorgeht als in ihrer Heimat“, sagt ein Beamter gegenüber unserer Redaktion. Offenbar sammelten sich viele der Jugendlichen vor allem aus Langeweile in der Stadt und kämen dabei auf „dumme Gedanken“. Ihnen müsse klar gemacht werden, dass es Regeln gebe, an sie sich zu halten hätten.

Mehr zum Thema:

Wie beweist man die Identität von Flüchtlingen?

Nicht jeder Flüchtling, der gekommen ist, wird auch bleiben können

Junge Flüchtlinge kosten Milliarden  

Verhinderte Massenschlägerei: Was die Polizei jetzt unternimmt

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

19.03.2017

Jetzt mein etwas abgeschwächter Kommentar. Die Augsburger Polizei muss aufpassen, dass sie die Kontrolle behält. Wäre den Anfängen. Oft macht es Sinn die Väter anzusprechen. Über die kann man am leichtesten auf die Jugendlichen einwirken. Außerdem was macht ein 7 jähriger um 19:45 Uhr in einer Gruppe Jugendlicher am Königsplatz, wenn am nächsten Tag ein normaler Schultag ist.Ein weiteres Problem ist die große Anzahl. Meine Nichte hat mir erzählt, dass sie es als unangenehm empfindet, sich durch diese große Gruppe durchdrängen zu müssen. Obwohl nichts passiert ist, hat man immer Köln im Kopf.

Permalink
17.03.2017

Ich verlange von unserer Bundeskanzlerin Frau Merkel daß sie diesem Treiben ein Ende macht. Es müssen die Grenzen für solche Flüchtlinge dicht gemacht werden bzw. solche schnellstmöglich ausgewiesen oder sämtliche Zuwendungen gestrichen werden. Deutschland und unsere Polizei sind keine Spielkumpanen für gelangweilte Jugendliche. (edit)

Permalink
17.03.2017

Man erntet was man sät .......

Die Regierung an der Spree, kann man bestens weiterempfehlen ....

Permalink
17.03.2017

Das sollten mal alle Befürworter der Flüchtlinge lesen, dann wissen wir , was in Zukunft noch auf uns zu kommt. Sarazin hatte schon Recht, Deutschland schafft sich ab, weil man mit dem dummen deutschen Michel alles machen kann.

Permalink
18.03.2017

Richtig, das sollten alle Befürworter lesen und sie werden auch zu der Feststellung kommen, dass dies hausgemachte Probleme sind, denn welche Signale senden wir als Gastland an die Geflüchteten?

1. Ihr braucht gar nicht versuchen euch zu integrieren. Denn wer sich integriert wird zuerst abgeschoben.

2. Wenn ihr Straftaten begeht, dann könnt ihr bleiben, da euch ja erst der Prozess gemacht werden muss.

Beweis:

Fall1: Faruk aus dem Allgäu. Kam vor ca. 2,5 Jahren als Analphabet nach Deutschland; lernte bis heute Deutsch und Englisch in Wort und Schrift und begann eine Schlosserlehre. Das Verwaltungsgericht lehnte ein Verbleiben in Deutschland ab mit der Begründung, wenn sich jemand so schnell integrieren kann, dann kommt er auch mit den Verhältnissen in Afghanistan zurecht.

Fall2: Kasem aus Augsburg. Ist in der Provinz Kunar geboren. Verbrachte seine Kindheit in einem Flüchtlingslager in Paktistan , wurde wieder mit seinem Geschwistern nach Afghanistan zurückgeschoben. Ein Bruder wurde von den Taliban getötet, da er für die US Army arbeitete, ein anderer schwer verletzt, da er Fahrer des Polizeichef der Provinz war, ein dritter ist bei der afghanischen Armee und wird von den Taliban vor Ort deswegen bedroht. Das Verwaltungsgericht hat ein Verbleiben in Deutschland abgelehnt, da ja gegen Kasem persönlich keine Todesdrohung ausgesprochen wurde, sondern nur gegen seine Geschwister. Ihm als Zivilist würde ja nichts geschehen in Afghanistan.

Fall3: Ghani aus dem Landkreis hatte eine Aufenthaltsgestattung bis 2019. Arbeitet, verdient den Lebensunterhalt für sich und seine schwangere deutsche Verlobte, zahlt Steuern und Krankenversicherung. Beim Antrag auf Verlängerung der Arbeitserlaubnis wird ihm der Ausweis abgenommen, nach 4,5 Monaten wird ihm ein neuer ausgestellt mit einer Laufzeit bis September 2017. Das BaMF hat ihm jetzt einen ablehnenden Bescheid geschickt, mit der Aufforderung Deutschland bis zum 13.4.2017 zu verlassen. Sein Kind kommt am 14.4.2107 voraussichtlich auf die Welt. Er hat auch alle notwendigen Unterlagen vorgelegt, um seine Verlobte heiraten zu dürfen. Dies hat das BaMF dadurch berücksichtigt, das Ghani nur 12 Monate Einreiseverbot bekommt und nicht 30 Monate.

Ich habe nur die 3 krassesten Fälle gerade geschildert. Dass sich so etwas unter Geflüchteten schnell rumspricht, ist doch klar.

Permalink
18.03.2017

Integration kommt nach dem Bleiberecht; das ist für die Befürworter unbegrenzter Migration nach Deutschland immer schwer zu verstehen.

.

Auch rechtfertigen Einzelfälle von fragwürdigen Abschiebungen nicht Gewalt oder provokatives Verhalten gegen die Polizei.

.

Es wäre sicherlich eher ein gesellschaflicher Konsens für ein Bleiberecht dieser Einzelfälle möglich, wenn nicht gewaltbereite Flüchtlinge solche Berichte verursachen würden.

.

Und blähen Sie das Thema Beruf nicht zu sehr auf; das Problem des signifikanten Männerüberschusses wird von Einwanderungsaktivisten ja stets unter den Teppich gekehrt.

Permalink
17.03.2017

Die Geister die ich rief ...............

Permalink
17.03.2017

Ich Denke nur meinen Teil ??

Hermann, bitte " Gegensteuern "

Permalink
Lesen Sie dazu auch
1Mai18_02(1).jpg
Augsburg

Was Poetry Slam mit der Maifeier der Gewerkschaften zu tun hat

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden